Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist eine notwendige Voraussetzung für die Umwandlung eines Mehrfamilienhauses in separate Eigentumswohnungen. Mit dieser Bescheinigung wird bestätigt, dass die neu geschaffenen Wohneinheiten räumlich voneinander getrennt und somit in sich abgeschlossen sind. Dies ermöglicht es verschiedenen Eigentümern, die Wohnungen nicht nur zu besitzen, sondern auch als Sicherheit für Finanzierungen, wie beispielsweise Bankdarlehen, zu nutzen.
Die Ablösung bezeichnet das Zurückzahlen eines bestehenden Darlehens durch ein neues Darlehen, um günstigere Finanzierungskonditionen zu erreichen oder die finanzierende Bank zu wechseln. Dieser Vorgang ist besonders vorteilhaft, wenn sich dadurch finanzielle Konditionen verbessern lassen.
Eine Abnahmeverpflichtung ist eine Vereinbarung, bei der sich der Darlehensnehmer verpflichtet, das Darlehen innerhalb einer festgelegten Frist auszahlen zu lassen. Wird diese Frist überschritten, fallen in der Regel Bereitstellungszinsen an. Diese Zinsen betragen häufig 0,25 Prozent des nicht abgerufenen Darlehensbetrages pro Monat.
Abschreibung bezieht sich auf den steuerrechtlich anerkannten Wertverlust eines Wirtschaftsgutes, der über die Nutzungsdauer verteilt steuerlich geltend gemacht werden kann. Dies betrifft alle Wirtschaftsgüter eines Betriebs, deren Nettoanschaffungskosten über 410 Euro liegen, sowie Immobilien, die als Kapitalanlage genutzt werden. Auch Privatpersonen, die Immobilieneigentum erwerben, können von Abschreibungen auf das Gebäude profitieren, während das Grundstück selbst nicht abschreibbar ist, da es keiner Wertminderung unterliegt.
Die Absetzung für Abnutzung, kurz AfA, ist ein steuerrechtlicher Begriff, der die Wertminderung von Wirtschaftsgütern über deren Nutzungsdauer berücksichtigt. Dies ermöglicht sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen, die Investitionen in abnutzbare Güter steuerlich geltend zu machen. Für Immobilien, die vermietet werden, ist die AfA besonders relevant. Anschaffungen bis zu einem Nettokaufpreis von 410 Euro können im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben werden. Bei höheren Beträgen erfolgt die Abschreibung verteilt über mehrere Jahre, gemäß den Vorgaben des Finanzamtes.
Die Abstandsfläche ist ein Begriff aus dem Baurecht, der den Raum zwischen einem Gebäude und der Grundstücksgrenze oder anderen Bauwerken definiert. Sie dient dazu, ausreichend Licht, Luft und Privatsphäre zu gewährleisten und ist in den Landesbauordnungen verschieden geregelt. Abstandsflächen sollen sicherstellen, dass Gebäude nicht zu dicht aneinandergebaut werden, um eine Überbauung und Verschattung zu vermeiden. Die genaue Größe und Ausgestaltung der Abstandsfläche hängt von der Höhe des Gebäudes, der lokalen Bauordnung und spezifischen Bebauungsplänen ab.
Die Abtretung ist der rechtliche Vorgang der Übertragung eines Rechts von einer Partei auf eine andere. Dies spielt insbesondere in der Baufinanzierung eine Rolle, wenn eine Grundschuld im Rahmen von Umschuldungen von einem alten auf einen neuen Gläubiger übertragen wird, ohne eine neue Grundschuld eintragen zu müssen. Der neue Darlehensgeber erwartet, dass die Bedingungen der abzutretenden Grundschuld seinen Anforderungen entsprechen.
Der Abwicklungsnotar ist für die Durchführung aller notariellen Aufgaben im Zusammenhang mit einem Immobilienkauf zuständig. Im Gegensatz zum Angebotsnotar, der oft am Ort des Käufers tätig ist und lediglich den Kaufvertrag als Angebot verliest, kümmert sich der Abwicklungsnotar um die Genehmigung durch den Verkäufer und die weitere Abwicklung, einschließlich der Koordination mit städtischen Ämtern bis hin zur Kaufpreiszahlung und Eigentumsübertragung.
Allgemeine Darlehensbedingungen sind von Banken vorformulierte Vertragsbestimmungen, die bei der Abwicklung von Darlehen grundsätzlich für alle Kunden gelten. Sie regeln die rechtlichen Grundlagen des Darlehensvertrages und stellen sicher, dass alle wesentlichen Vertragspunkte standardisiert und transparent gehandhabt werden.
Ein Altbau bezeichnet ein Gebäude, das typischerweise vor 1945 errichtet wurde. Diese Immobilien sind oft durch historische Architekturmerkmale wie hohe Decken, Stuckverzierungen und originale Holzfußböden charakterisiert. In der Immobilienbewertung wird der Wert von Altbauten anhand ihrer Bausubstanz, ihres Erhaltungszustandes und der Notwendigkeit von Modernisierungen beurteilt. Altbauten können trotz ihres Alters aufgrund ihrer zentralen Lage, ihres architektonischen Charmes und ihrer robusten Bauweise eine hohe Nachfrage und entsprechende Marktwerte erzielen. Die Herausforderungen bei Altbauten beinhalten häufig energetische Sanierungsbedarfe und Anforderungen des Denkmalschutzes, welche die Nutzungsmöglichkeiten und Umbaumaßnahmen beeinflussen können.
Die Alterswertminderung beschreibt die Reduktion des Wertes einer Immobilie aufgrund ihres fortschreitenden Alters. Dieser Wertverlust berücksichtigt die physische Abnutzung und die technische Überalterung der baulichen Substanz. In der Immobilienbewertung wird dieser Aspekt durch entsprechende Abschreibungen erfasst, um den aktuellen Marktwert der Immobilie realistisch darzustellen. Die Alterswertminderung beeinflusst somit maßgeblich den Verkehrswert und ist ein zentraler Faktor in der Wertermittlung von bestehenden Bauten.
Altlasten sind Kontaminationen des Bodens oder von Gebäuden, die durch frühere Nutzungen oder durch Unfälle entstanden sind und ein potenzielles Risiko für die Umwelt oder die Gesundheit darstellen. Diese können beispielsweise aus zurückgelassenen, umweltschädlichen Stoffen wie Schwermetallen, Chemikalien oder Ölen bestehen. Die Sanierung von Altlasten ist oft kostenintensiv und notwendig, um die Fläche wieder sicher nutzbar zu machen oder gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Die Existenz von Altlasten muss bei der Verkehrswertermittlung berücksichtigt werden, da sie den Wert der betroffenen Immobilie erheblich mindern kann.
Amortisation, auch als Tilgung bekannt, bezieht sich auf die Rückzahlung des aufgenommenen Kapitals eines Darlehens. Sie ist der Prozess, durch den der Schuldner die Darlehenssumme über die Laufzeit des Darlehens sukzessive reduziert. Dabei werden regelmäßige Zahlungen geleistet, die sowohl Zinsen als auch einen Teil des Hauptbetrags umfassen, um die Gesamtschuld zu tilgen.
Ein amtlicher Lageplan zeigt detailliert die Abgrenzungen von Grundstücken sowie planungsrelevante topographische Merkmale wie Gebäude, Wege, Straßen und Vegetation einer bestimmten Gegend. Dieser Plan ist essentiell für die Beantragung von Baugenehmigungen und wird oft zur Unterstützung von Finanzierungsentscheidungen herangezogen.
Das Amtsgericht stellt die unterste Ebene der Gerichtsbarkeit in Deutschland dar. Es übernimmt neben der Durchführung von Verhandlungen und gerichtlichen Entscheidungen auch administrative Aufgaben wie die Führung des Grundbuchs. In diesem sind alle Grundstücke sowie die dazugehörigen Immobilien und Eigentümer verzeichnet.
Ein Anderkonto ist ein Treuhandkonto, das von einem Notar im Rahmen der Abwicklung eines Immobilienkaufs geführt wird. Auf dieses Konto zahlen Käufer den Kaufpreis ein, und der Notar sorgt für die sichere Überweisung des Betrags an den Verkäufer. Der Notar trägt dabei die Verantwortung für die korrekte Abwicklung und ist gegen Fehler und Missbrauch versichert.
Der Angebotsnotar ist der Notar, bei dem das Angebot eines Kaufvertrags protokolliert wird. Dieser Prozess ermöglicht es dem Verkäufer, das Angebot bei diesem oder einem anderen Notar anzunehmen, wodurch der Kaufvertrag rechtsgültig wird.
Eine Annahmeerklärung ist eine Willenserklärung, die als Antwort auf ein vorangegangenes Kaufvertragsangebot abgegeben wird und den Vertrag rechtlich wirksam macht.
Die Annuität ist der Gesamtbetrag aus Zins- und Tilgungsleistungen, der jährlich für ein Darlehen gezahlt wird.
Beim Annuitätendarlehen zahlt der Kreditnehmer eine jährlich gleichbleibende Summe, die Annuität, an den Darlehensgeber zurück. Diese Zahlungen erfolgen meist in monatlichen Raten und setzen sich aus Zinsen und Tilgung zusammen. Mit fortschreitender Laufzeit verringert sich der Zinsanteil und erhöht sich der Tilgungsanteil aufgrund der abnehmenden Darlehensschuld.
Die Anschaffungskosten umfassen alle Kosten, die beim Kauf von bebauten Grundstücken entstehen, einschließlich des Kaufpreises und der Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Amtsgebühren sowie eventuell anfallende Maklercourtage.
Die Auflassung ist ein Rechtsakt, durch den das Eigentum an einem Grundstück übertragen wird. Sie wird typischerweise im Rahmen eines Kaufvertrags durch einen Notar beurkundet und ist zusammen mit der Eintragung des Eigentumswechsels ins Grundbuch für den rechtlichen Übergang des Eigentums entscheidend.
Die Auflassungsvormerkung ist ein grundbuchrechtlicher Eintrag, der den Anspruch des Grundstückskäufers auf Übertragung des Eigentums absichert, bis er offiziell als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen wird. Diese Vormerkung verhindert, dass der Verkäufer das Eigentum an der Immobilie während des Übertragungsprozesses mehrfach veräußern kann. Die Eintragung und Löschung der Auflassungsvormerkung erfolgen ausschließlich durch einen Notar, was eine zusätzliche rechtliche Sicherheit für die beteiligten Parteien schafft.
Ein Aufteiler ist ein Unternehmer, der sich gewerblich darauf spezialisiert hat, Mehrfamilienhäuser in einzelne Eigentumswohnungen zu segmentieren. Diese Wohnungen werden üblicherweise renoviert und dann einzeln verkauft. Der Prozess der Umwandlung eines Mehrfamilienhauses in separate Eigentumseinheiten ist auch als Aufteilung bekannt.
Die Aufteilung bezieht sich auf den rechtlichen Vorgang, bei dem ein bestehendes Mehrfamilienhaus in individuelle Eigentumswohnungen umgewandelt wird. Jede Einheit kann anschließend an verschiedene Eigentümer verkauft werden. Eine grundlegende Voraussetzung für diese Aufteilung ist die Abgeschlossenheitsbescheinigung, die die Bildung von Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum ermöglicht, wie in der Teilungserklärung definiert.
Der Auftragszweck definiert den spezifischen Grund für die Erstellung eines Gutachtens. Dies kann eine Vielzahl von Anlässen umfassen, darunter Erbstreitigkeiten, Scheidungen, Kauf- oder Verkaufsvorgänge von Immobilien, Entscheidungen in Kapitalanlagen, Erbauseinandersetzungen, Vermögensaufstellungen, Enteignungsverfahren, steuerliche Bewertungen, Erbbauzinsanpassungen und die Erstellung von Gegengutachten.
Aufwendungsdarlehen sind staatlich geförderte Kredite mit besonders günstigen Zinskonditionen, die vor allem im Wohnungsbau für Projekte wie energetische Modernisierungen genutzt werden. Diese Darlehen können unter anderem über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden.
Der Staat unterstützt den Wohnungsbau durch die Bereitstellung von zinsgünstigen Darlehen und direkten Zuschüssen. Diese finanziellen Hilfen dienen der Förderung von Bau- und Sanierungsprojekten im privaten und gewerblichen Sektor.
Ein Ausbauhaus wird von einem gewerblichen Anbieter bis zu einem bestimmten Fertigstellungsgrad errichtet. Die finale Fertigstellung und der Innenausbau liegen in der Verantwortung des Bauherrn, der diese Arbeiten eigenständig oder mit Hilfe von Fachkräften durchgeführt.
Die Auszahlung eines Darlehens erfolgt, sobald alle Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Bei Neubauten wird das Darlehen entsprechend dem Baufortschritt in Teilbeträgen ausgezahlt, während es bei fertigen Gebäuden in der Regel in einer Summe zur Verfügung gestellt wird. In bestimmten Fällen kann eine vorzeitige Auszahlung gegen einen Vorvalutierungszuschlag erfolgen, um das erhöhte Risiko und den Mehraufwand abzudecken.
Der Auszahlungskurs definiert den Prozentsatz des Darlehensbetrags, den ein Darlehensnehmer effektiv erhält. Es ist üblich, dass nicht der volle Betrag eines Darlehens ausgezahlt wird, um Steuervorteile zu nutzen und die Zinskosten zu minimieren. Der nicht ausgezahlte Teil des Darlehens wird als vorab gezahlte Zinsen betrachtet.
Die Auszahlung eines Darlehens durch Banken erfolgt erst, wenn spezifische Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind. Zu diesen Voraussetzungen zählen unter anderem vollständig unterzeichnete Darlehensverträge und die Eintragung von Grundpfandrechten an der vereinbarten Rangstelle im Grundbuch.
Ein Aval bezeichnet eine Kreditbürgschaft oder Garantie, die von einem Kreditinstitut übernommen wird. Hierbei stellt die Bank nicht direkt finanzielle Mittel, sondern ihre eigene Kreditwürdigkeit zur Verfügung. Bei der Übernahme einer Bürgschaft verpflichtet sich das Kreditinstitut, für die Verbindlichkeiten des Kreditnehmers gegenüber Dritten einzustehen. Ein häufiges Beispiel hierfür ist die Kautionsbürgschaft in Mietverhältnissen.
Ein Balkon ist ein offener Vorbau an einem Gebäude, der üblicherweise durch ein Geländer oder eine Brüstung gesichert ist und von innen betreten werden kann. Balkone bieten zusätzlichen Außenraum und dienen häufig als Erweiterung des Wohnbereichs.
Eine Bauanzeige ist eine formelle Mitteilung an die Bauaufsichtsbehörde über den Beginn von Baumaßnahmen. In bestimmten Fällen kann eine Bauanzeige ausreichen, um mit dem Bauvorhaben zu beginnen, jedoch ist dies selten der Fall. Üblicherweise ist eine vollständige Baugenehmigung erforderlich.
Die Baubeschreibung definiert zusammen mit den Bauplänen den Umfang und die Details eines Bauprojekts, für das sich ein Bauträger vertraglich verpflichtet hat. Diese Dokumente sind entscheidend, da sie die vertraglichen Leistungen des Bauträgers festlegen. Es ist äußerst wichtig, dass der Bauherr diese Dokumente sorgfältig prüft, idealerweise mit Unterstützung eines qualifizierten Architekten, um späteren Überraschungen vorzubeugen.
Bauen bezeichnet den Prozess des planmäßigen Errichtens oder Zusammenfügens von Strukturen und Gebäuden.
Eine Baugenehmigung ist eine behördliche Erlaubnis, die nach landesspezifischer Bauordnung erforderlich ist, um mit Baumaßnahmen beginnen zu dürfen. Besonders bei Eingriffen in die Außenhülle oder die Statik eines Gebäudes ist in der Regel eine Baugenehmigung notwendig.
Das Baugesetzbuch (BauGB) regelt das Bauplanungsrecht in Deutschland und ist in vier Teile gegliedert: Allgemeines Städtebaurecht, Besonderes Städtebaurecht, Sonstige Vorschriften und Überleitungsvorschriften sowie Schlussvorschriften. Der § 194 des Baugesetzbuches definiert den Verkehrswert einer Immobilie als den Preis, der zu einem bestimmten Zeitpunkt unter Berücksichtigung aller relevanten rechtlichen und tatsächlichen Eigenschaften sowie der Lage im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre.
Eine Baulast ist eine rechtliche Verpflichtung des Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde, bestimmte Maßnahmen auf seinem Grundstück durchzuführen, zu unterlassen oder zu dulden. Sie wird im Baulastenverzeichnis erfasst und kann den Wert einer Immobilie mindern. Typische Baulasten umfassen Abstandsflächen-, Stellplatz- und Vereinigungsbaulasten.
Bauliche Veränderungen am Gemeinschaftseigentum in einem Mehrfamilienhaus bedürfen grundsätzlich der Zustimmung aller Wohnungseigentümer. In der Gemeinschaftsordnung kann jedoch festgelegt sein, dass für bestimmte Maßnahmen, wie das Anbringen von Markisen, keine oder nur eine einfache Mehrheitsentscheidung erforderlich ist. Es empfiehlt sich, die Gemeinschaftsordnung genau zu prüfen, bevor Maßnahmen umgesetzt werden. Bei Unsicherheiten sollte der Verwalter schriftlich um Auskunft gebeten werden. Ohne die erforderliche Zustimmung vorgenommene Änderungen müssen möglicherweise auf eigene Kosten rückgängig gemacht werden.
Ein Baumangel liegt vor, wenn die tatsächliche Beschaffenheit eines Bauwerks von der vertraglich vereinbarten abweicht. Ein solcher Mangel kann zu einem Bauschaden führen, bei dem die Substanz des Gebäudes beeinträchtigt ist.
Das Bauordnungsrecht umfasst gesetzliche Regelungen zur Errichtung, Änderung und zum Abbruch baulicher Anlagen. In Deutschland hat jedes Bundesland eigene Vorschriften, die sich unterscheiden können. Beispielsweise werden in Niedersachsen diese Regelungen durch die Niedersächsische Bauordnung (NBauO) spezifiziert.
Ein Bauschaden entsteht an einem Gebäude durch Faktoren wie unterlassene Instandhaltung oder äußere Einwirkungen, z. B. Hagelschäden. Bauschäden können auch aus Baumängeln resultieren. Sie beeinflussen häufig den Verkehrswert einer Immobilie negativ. Im Verkehrswertgutachten wird der Einfluss eines Bauschadens auf den Marktwert berücksichtigt, sofern dies am lokalen Immobilienmarkt üblich ist.
Ein Bauschein ist im Grunde ein Bestandteil der Baugenehmigung und wird erteilt, sobald diese genehmigt ist. Er symbolisiert das Recht, mit den Bauarbeiten gemäß den genehmigten Plänen zu beginnen.
Eine Bausparkasse ist ursprünglich eine Genossenschaft, die es Mitgliedern ermöglicht, regelmäßig Geld einzuzahlen, welches dann anderen Mitgliedern als Darlehen für den Hausbau zur Verfügung gestellt wird. Nach ausreichender Einzahlung erwirbt das Mitglied selbst einen Anspruch auf ein Darlehen.
Ein Bausparvertrag mit einer Bausparkasse berechtigt den Sparer zu einem Darlehen, nachdem er vorab einen bestimmten Betrag angespart hat. Typischerweise spart man etwa die Hälfte der vereinbarten Summe selbst an und erhält später das Darlehen zu günstigen Zinsen. Es gibt viele verschiedene Tarife mit unterschiedlichen Konditionen für Spar- und Darlehenszinsen sowie staatliche Förderungen unter bestimmten Bedingungen.
Ein Bauträgermodell bezieht sich auf eine Methode, bei der ein Unternehmen Grundstücke erwirbt, bebaut und die Immobilien schlüsselfertig verkauft. Weitere Informationen sind im Kontext des Steuermodells relevant.
Ein Bauträger ist ein Unternehmen, das Grundstücke erwirbt, darauf Häuser oder Eigentumswohnungen errichtet und diese schlüsselfertig an Interessenten verkauft. Bauträger tragen die Verantwortung für die komplette Entwicklung und Realisierung der Bauprojekte.
Dies ist eine einmalige Gebühr, die Banken für die Bearbeitung eines Darlehensantrags erheben.
Bedingungen sind Voraussetzungen, deren Erfüllung bestimmte rechtliche Wirkungen auslöst oder beendet.
Siehe Konditionsanpassung.
Ein Beirat, oft ein Verwaltungsbeirat genannt, ist ein von der Eigentümerversammlung gewählter Vertreter, der eng mit dem Verwalter zusammenarbeitet, um die Interessen der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) zu vertreten. Er führt unter anderem die Belegprüfung durch.
Banken prüfen im Rahmen der Kreditvergabe, ob die monatlichen Rückzahlungen des Darlehens für den Kunden tragbar sind. Diese Prüfung berücksichtigt alle finanziellen Verpflichtungen sowie das verbleibende Einkommen des Kunden.
Beleihung bezeichnet die Gewährung eines Darlehens gegen die Eintragung einer Sicherheit, wie einer Hypothek oder Grundschuld, im Grundbuch. Kann der Kreditnehmer die Raten nicht zahlen, darf die Bank die Immobilie versteigern, um die Schulden zu begleichen.
Die Beleihungsgrenze ist der Anteil des Darlehens, den eine Bank maximal finanziert, basierend auf dem Wert der Immobilie und der Bonität des Kreditnehmers. Üblicherweise deckt dieser Anteil einen Großteil des Kaufpreises ab, der Rest muss durch Eigenkapital oder zusätzliche Sicherheiten finanziert werden.
Ein Beleihungsobjekt ist eine Immobilie, wie ein Grundstück, ein Haus oder eine Eigentumswohnung, die als Sicherheit für eine Baufinanzierung dient. Dieses Objekt wird von der Bank bewertet und akzeptiert, um ein Darlehen zu sichern.
Der Beleihungswert ist der vom Kreditgeber festgelegte Wert eines Vermögensgegenstands, typischerweise eines Grundstücks, und bestimmt die maximale Darlehenshöhe, die darauf gewährt werden kann. Üblicherweise entspricht dieser Wert etwa 80 Prozent des Verkehrswerts der Immobilie.
Bereitstellungszinsen sind Kosten, die Banken erheben, wenn ein Darlehen nach Vertragsunterzeichnung nicht sofort abgerufen wird. Diese Zinsen kompensieren die Bank für das Vorhalten der reservierten Gelder und fallen meist drei Monate nach Vertragsabschluss an, typischerweise in Höhe von ca. 0,25 Prozent des Darlehensbetrags pro Monat.
Eine beschränkte persönliche Dienstbarkeit gewährt einer bestimmten Person oder Institution spezifische Nutzungsrechte an einem Grundstück, wie etwa Wegerechte oder Leitungsrechte für Versorgungsleitungen. Diese Rechte sind im Grundbuch eingetragen und rechtlich durchsetzbar.
Die Beurkundung ist ein von einem Notar erstellter und beglaubigter Vertrag. Bei Immobilientransaktionen ist sie gesetzlich vorgeschrieben, um Rechtssicherheit zu gewährleisten. Die Kosten richten sich nach dem Kaufpreis der Immobilie. Der Notar agiert dabei neutral und berät beide Parteien unparteiisch.
Bewirtschaftungskosten umfassen alle laufenden Kosten, die für den Betrieb und die Instandhaltung einer Immobilie anfallen, wie Heizung, Wasser, Grundsteuer, Versicherungsbeiträge und Reparaturen.
Eine Wohnung gilt als bezugsfertig, wenn sie vollständig nutzbar ist, d.h., alle notwendigen Installationen wie Elektrik, Sanitär- und Heizsysteme funktionstüchtig sind und sicherer Zugang gewährleistet ist. Innen müssen Türen, Fenster und notwendige Küchenanschlüsse vorhanden sowie wesentliche Malerarbeiten abgeschlossen sein.
Der Bodenrichtwert ist ein von der Gemeinde amtlich festgestellter Wert, der den Durchschnittswert von Grundstücken in einer bestimmten Lage angibt. Er dient als Orientierung für die Steuererhebung und die Wertermittlung von Immobilien.
Der Bodenwert eines Grundstücks wird durch Multiplikation des Quadratmeterpreises mit der Größe des Grundstücks berechnet. Dieser Wert reflektiert den monetären Wert des unbebauten oder bebauten Grundstücks.
Die Bodenwertermittlung folgt den Regelungen der §§ 40 - 45 der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV). Hierbei werden Vergleichskaufpreise oder geeignete Bodenrichtwerte herangezogen, um den Bodenwert einer Immobilie festzulegen.
Bonität ist ein Maßstab für die Kreditwürdigkeit und finanzielle Zuverlässigkeit einer Person. Banken prüfen die Bonität eines Kunden, indem sie sein Vermögen, sein regelmäßiges Einkommen und sein Zahlungsverhalten analysieren. Hierbei werden auch externe Auskünfte, wie die von der Schufa, einbezogen. Diese Prüfung dient sowohl dem Schutz der Bank als auch dem des Kunden, um Überbelastungen durch Kredite zu vermeiden.
Eine Brandversicherung schützt ein Gebäude gegen Feuerschäden und deckt im Schadensfall die Kosten für die Wiederherstellung. Für Baufinanzierungen ist der Nachweis einer solchen Versicherung, die oft Teil einer umfassenderen Gebäudeversicherung ist, zwingend erforderlich.
Die BaFin ist eine deutsche Bundesbehörde, die im Mai 2002 gegründet wurde und die Aufsicht über das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel vereint. Mit Dienstsitzen in Bonn und Frankfurt am Main, zielt die BaFin darauf ab, die Funktionsfähigkeit und Integrität des deutschen Finanzsystems zu gewährleisten.
Eine Bürgschaft ist eine Sicherheitsleistung, bei der sich der Bürge verpflichtet, für die Schulden des Hauptschuldners einzustehen, sollte dieser seinen Verpflichtungen nicht nachkommen können. Bürgschaften bieten Kreditgebern zusätzliche Sicherheit.
Im Rahmen der Wohnungsbaufinanzierung kann für die Übernahme einer Bürgschaft eine Bürgschaftsgebühr anfallen. Diese Gebühr wird vom Bürgen, meist einer Bank, für das übernommene Risiko sowie den damit verbundenen Prüfungs- und Verwaltungsaufwand erhoben und dem Darlehensnehmer in Rechnung gestellt.
Die Courtage ist eine Gebühr, die ein Immobilienmakler für die Vermittlung von Kauf- oder Mietverträgen erhält. Diese Provision wird in der Regel als Prozentsatz des Verkaufspreises oder der Jahresmiete berechnet und ist bei erfolgreichem Abschluss des Geschäfts fällig.
Das Dach ist der obere Abschluss eines Gebäudes, konzipiert, um es vor Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und Sonne zu schützen.
Das Dachgeschoss ist die oberste wohnbare Ebene eines Gebäudes mit schrägem Dach. Bei der Berechnung der Wohnfläche nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) werden Flächen unter Dachschrägen nur anteilig berücksichtigt, abhängig von der Höhe der Schräge.
Das Damnum, auch bekannt als Disagio, bezeichnet eine anfängliche Zinsvorauszahlung, die der Darlehensnehmer leistet, um im Gegenzug einen niedrigeren Zinssatz für sein Darlehen zu erhalten. Es wird als Prozentsatz des Darlehensbetrags ausgedrückt und von der Kreditsumme abgezogen.
Ein Darlehen ist eine finanzielle Vereinbarung, bei der ein Darlehensgeber (z.B. eine Bank) einem Darlehensnehmer eine bestimmte Geldsumme zur Verfügung stellt, die dann innerhalb einer vereinbarten Frist zusammen mit Zinsen zurückgezahlt wird.
Ein Darlehensantrag ist ein formeller Antrag, den eine Person bei einer Bank einreicht, um ein Darlehen zu erhalten. Der Antrag bildet zusammen mit der Genehmigung der Bank die Basis für einen Darlehensvertrag.
Die Darlehensurkunde, oft einfach Darlehensvertrag genannt, ist das rechtliche Dokument, das die Bedingungen eines Darlehens zwischen einem Darlehensgeber und einem Darlehensnehmer festlegt. Sie enthält Details zu Darlehenshöhe, Zinssatz, Laufzeit und Rückzahlungsbedingungen.
Ein Darlehensvertrag dokumentiert die Vereinbarung zwischen einem Darlehensgeber und einem Darlehensnehmer über die Ausleihung und Rückzahlung einer Geldsumme unter festgelegten Konditionen. Solche Verträge werden häufig durch Grundschulden oder andere Sicherheiten abgesichert, besonders bei Baufinanzierungen.
Die degressive Absetzung ermöglicht in den ersten acht Jahren eine Abschreibung von jährlich 5 Prozent der Herstellungs- oder Anschaffungskosten für Neubauten, die vermietet werden. In den folgenden sechs Jahren können jährlich 2 Prozent und in den anschließenden 36 Jahren jährlich 1,25 Prozent abgesetzt werden. Diese Methode bietet in den Anfangsjahren einen höheren Steuervorteil und kann nur in Anspruch genommen werden, wenn der Hersteller selbst noch keine AfA für das Gebäude geltend gemacht hat.
Denkmalschutz ist ein rechtlich geregeltes Verfahren zur Erhaltung und Pflege von Bauwerken, die aufgrund ihrer historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Bedeutung unter besonderen Schutz gestellt werden. Ziel ist es, die originale Substanz dieser Kulturgüter durch Maßnahmen wie Rekonstruktion, Konservierung, Restaurierung und Sanierung zu bewahren. Denkmalschutz kann den Verkehrswert einer Immobilie beeinflussen, da bestimmte Umbauten und Veränderungen eingeschränkt oder untersagt sind.
Dienstbarkeit ist ein Recht, das einer Person oder einem Unternehmen gestattet, ein Grundstück auf eine bestimmte Weise zu nutzen. Beispiele hierfür sind Wegerechte oder Nutzungsrechte für Versorgungsleitungen. Diese Rechte sind im Grundbuch eingetragen und rechtlich bindend.
Dingliche Sicherheiten beziehen sich auf Rechte an Sachen, die zur Sicherung von Krediten dienen. Beispiele hierfür sind Grundschulden und Hypotheken, die im Grundbuch eingetragen werden und den Gläubigern ein Pfandrecht an dem betreffenden Objekt gewähren.
Ein Disagio, auch als Damnum bekannt, ist ein Abschlag vom Darlehensbetrag, den der Kreditnehmer bei der Auszahlung des Darlehens hinnimmt, um im Gegenzug einen günstigeren Zinssatz zu erhalten. Es handelt sich im Wesentlichen um eine vorab geleistete Zinszahlung.
Ein Doppelhaus besteht aus zwei aneinandergrenzenden, aber rechtlich getrennten Häusern, die oft spiegelbildlich zueinander angeordnet sind. Jede Hälfte ist in der Regel im Eigentum einer anderen Partei.
Das Einkommensteuergesetz (EStG) bildet die rechtliche Grundlage für die Erhebung der Einkommensteuer in Deutschland. Es regelt, wie das Einkommen natürlicher Personen zu versteuern ist, und definiert verschiedene Einkunftsarten, Freibeträge und Abzugsmöglichkeiten.
Der Effektivzins ist ein umfassender Preisindikator für Kredite, der alle wesentlichen Kosten des Darlehens einschließt. Im Unterschied zum Nominalzins berücksichtigt der Effektivzins auch zusätzliche Kosten wie Bearbeitungsgebühren, jedoch nicht die Kosten für Kontoführung oder Schätzung. Er bietet eine verlässliche Basis für den Vergleich verschiedener Kreditangebote.
Eigenbedarf ist ein Rechtsbegriff, der es einem Vermieter erlaubt, eine vermietete Wohnung zu kündigen, wenn er diese für sich selbst oder nahe Angehörige benötigt. Die Kündigung aus Eigenbedarf muss gut begründet und schriftlich erfolgen, wobei die gesetzlichen Kündigungsfristen einzuhalten sind.
Die Eigenheimzulage war eine staatliche Förderung in Deutschland zur Unterstützung von Wohneigentum, die nicht steuerlich, sondern als direkte Zahlung gewährt wurde. Sie wurde 2006 abgeschafft.
Eigenkapital bezeichnet die finanziellen Mittel, die ein Kreditnehmer selbst in ein Finanzierungsprojekt einbringt. Dazu zählen Bargeld, Sparguthaben, Bausparguthaben, Erlöse aus Wertpapierverkäufen und ähnliche Vermögenswerte. Eigenkapital kann auch Sachwerte umfassen, die bereits bezahlt wurden, wie Grundstücke oder Baumaterialien.
Die Eigenkapitalrendite misst, wie effektiv das eingesetzte Eigenkapital Gewinn erzeugt. Sie wird berechnet, indem der Gewinn durch das eingesetzte Kapital geteilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert wird. Diese Kennzahl hilft Investoren, die Rentabilität ihrer Investitionen zu beurteilen.
Eigenleistungen, oft als „Muskelhypothek“ bezeichnet, sind persönliche Arbeitsleistungen, die der Bauherr oder seine Helfer erbringen, um Kosten zu sparen. Diese können von Familienmitgliedern, Freunden oder Kollegen erbracht werden und reduzieren die Notwendigkeit, professionelle Handwerker zu bezahlen.
Eigennutzung bezieht sich auf die Nutzung einer Immobilie durch den Eigentümer selbst. Bei eigengenutztem Wohneigentum sind steuerliche Abschreibungen für Abnutzung nicht möglich, da keine Einnahmen aus Vermietung oder Verpachtung erzielt werden.
Eine Eigentumswohnung ist das Sondereigentum an einer Wohnung innerhalb eines Mehrfamilienhauses, das rechtlich durch das Wohnungseigentumsgesetz geregelt ist. Eigentumswohnungen bieten individuelles Eigentum an der Wohnung und einen Anteil am Gemeinschaftseigentum des Gebäudes.
Eine Eigentümergrundschuld ist eine Grundschuld, die im Grundbuch eingetragen ist, aber aktuell keinem Darlehen dient. Sie kann als Sicherheit für zukünftige Kredite dienen und ermöglicht es dem Eigentümer, flexibel auf Finanzierungsbedürfnisse zu reagieren.
Die Eigentümerversammlung ist ein jährlich stattfindendes Treffen der Wohnungseigentümer, das vom Verwalter eines Mehrfamilienhauses organisiert wird. Auf dieser Versammlung werden wichtige Angelegenheiten wie Wirtschaftspläne, Renovierungen und andere größere Maßnahmen diskutiert und beschlossen.
Ein Einfamilienhaus, auch als Einfamilienwohnhaus bekannt, ist ein Gebäude, das ausschließlich zu Wohnzwecken dient und nur eine Wohneinheit umfasst. Im Gegensatz zu Mehrfamilienhäusern werden Einfamilienhäuser meist von den Eigentümern selbst bewohnt und selten vermietet. Sie variieren in Bauweise und Stil, beispielsweise als Bungalow, Stadthaus, Villa oder im Landhausstil, und bieten individuellen Gestaltungsspielraum für die Bauherren.
Der Einheitswert ist ein administrativ festgelegter Wert für Immobilien, der hauptsächlich zur Berechnung der Grundsteuer herangezogen wird. Er spiegelt nicht den Marktwert der Immobilie wider, sondern dient als Berechnungsgrundlage für steuerliche Zwecke. Bei einem Immobilienerwerb wird der zugehörige Einheitswertbescheid vom Finanzamt erteilt.
Einkommensnachweise wie Gehaltsabrechnungen, Einkommensteuerbescheide oder Gewinn- und Verlustrechnungen sind essenziell, um die finanzielle Leistungsfähigkeit einer Person zu belegen. Sie sind grundlegend für die Bonitätsprüfung bei der Kreditvergabe, um die tragbare monatliche Belastung zu ermitteln.
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung stellen eine Kategorie steuerpflichtiger Einkünfte dar. Sie umfassen alle Einnahmen aus der Vermietung oder Verpachtung von Immobilien und sind im Rahmen der Einkommensteuererklärung relevant.
Eine Einliegerwohnung ist eine kleinere, in sich abgeschlossene Wohneinheit innerhalb eines Einfamilienhauses. Sie dient oft als zusätzliche Wohnmöglichkeit oder kann vermietet werden, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Unter Eintragung versteht man das formelle Vermerken von Rechten im Grundbuch, beispielsweise von Grundschulden oder Hypotheken. Dies ist entscheidend für die Rechtssicherheit bei Immobilientransaktionen.
Der Energieausweis ist ein Dokument, das wichtige Informationen über die Energieeffizienz eines Gebäudes liefert. Er zeigt den Energieverbrauch und gibt Empfehlungen, wie die Energieeffizienz verbessert werden kann.
Das Erbbaurecht ermöglicht es, auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu errichten und zu nutzen. Es wird im Grundbuch eingetragen und kann vererbt oder verkauft werden. Typischerweise ist das Erbbaurecht auf eine Laufzeit von 99 Jahren begrenzt und erfordert die Zahlung eines Erbbauzinses.
Erbpacht ist eine Form des langfristigen Pachtvertrags, bei dem der Pächter das Recht erhält, ein Grundstück über einen langen Zeitraum (häufig 99 Jahre) zu nutzen und darauf zu bauen. Erbpachtzinsen werden für die Nutzung des Grundstücks gezahlt und der Vertrag kann weder gekündigt noch ohne Weitergabe der Verpflichtungen aufgehoben werden.
Erschließungskosten umfassen die Aufwendungen für den Anschluss eines Grundstücks an die öffentliche Infrastruktur wie Wasser-, Gas-, Strom- und Abwassernetze. Diese Kosten sind Teil der Gesamtausgaben für die Baureifmachung eines Grundstücks.
Das Ertragswertverfahren ist eine Bewertungsmethode zur Ermittlung des Wertes einer Immobilie, die primär Erträge generiert, wie Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien. Es berücksichtigt den jährlichen Reinertrag des Objekts, der durch Multiplikation mit einem Vervielfältiger, der die Restnutzungsdauer und den Liegenschaftszinssatz berücksichtigt, den Ertragswert
Eine Etage bezeichnet ein Stockwerk in einem Gebäude, insbesondere eines, das über dem Erdgeschoss liegt. Der Begriff wird häufig verwendet, um die Lage einer Wohnung oder eines Büros innerhalb eines mehrstöckigen Gebäudes zu beschreiben.
Der Kaufpreisfaktor ist eine Kennzahl, die das Verhältnis des Kaufpreises einer Immobilie zur jährlichen Nettokaltmiete ausdrückt. Er gibt an, wie viele Jahresmieten nötig sind, um den Kaufpreis zu decken. Ein niedriger Faktor deutet auf eine potenziell höhere Rendite hin, während ein hoher Faktor auf eine teurere Immobilie im Verhältnis zu den Mieteinnahmen hinweist.
Die Fassade ist die äußere Front eines Gebäudes und prägt maßgeblich dessen ästhetischen Eindruck. Sie dient nicht nur der optischen Gestaltung, sondern auch dem Schutz des Gebäudes vor Wettereinflüssen.
Ein Fertighaus ist ein Haus, dessen Bauteile vorab in einer Fabrik hergestellt und zur Baustelle geliefert werden, wo sie montiert werden. Diese Bauweise ermöglicht eine schnelle Errichtung des Hauses. Fertighäuser können als schlüsselfertige Lösungen oder als Ausbauhäuser, bei denen der Käufer bestimmte Arbeiten selbst übernimmt, angeboten werden.
Ein Festdarlehen oder Fälligkeitsdarlehen ist ein Kredit, der am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird. Während der Laufzeit werden lediglich die Zinsen gezahlt. Diese Darlehensform wird häufig in Kombination mit einem Sparplan oder einer Lebensversicherung genutzt, um die Endfälligkeit abzudecken.
Bei einem Festzinsdarlehen wird der Zinssatz für einen vorher festgelegten Zeitraum (meist mehrere Jahre) garantiert. Dies bietet Planungssicherheit, da die Zinsbelastung während der Zinsbindungsfrist gleich bleibt.
Eine Festzinshypothek ist ein Hypothekendarlehen, bei dem der Zinssatz für die gesamte Dauer der Zinsbindung festgeschrieben ist. Dies schützt den Kreditnehmer vor Zinsschwankungen und bietet eine sichere Kalkulationsgrundlage für die Finanzierung.
Diese Art der Finanzierung bezeichnet das Angebot einer Bank, sämtliche Kredite und Darlehen für ein Projekt zu bündeln und zu finanzieren. Der Kreditnehmer erhält somit alle notwendigen finanziellen Mittel von einem einzigen Kreditgeber, was den Verwaltungsaufwand erheblich reduziert.
Ein Finanzierungsplan listet alle Kosten eines Projekts und die geplanten Finanzierungsquellen (Eigenmittel und Fremdmittel) auf. Er zeigt auf, wie viel Kapital benötigt wird und wie es beschafft werden soll, um ein Projekt erfolgreich zu finanzieren.
In der Grundbuchterminologie bezeichnet eine Flur die Teilfläche einer Gemarkung, die mehrere Flurstücke umfasst. Fluren dienen der strukturierten Erfassung und Organisation von Grundstücken innerhalb einer Gemeinde oder eines Stadtgebiets.
Eine Flurkarte ist ein amtlicher Lageplan, der die Grundstücksgrenzen sowie die Lage und Größe von Flurstücken innerhalb einer Gemarkung zeigt. Sie ist ein wesentliches Dokument für die Planung und Durchführung von Baumaßnahmen sowie für rechtliche Transaktionen.
Ein Flurstück, auch Parzelle genannt, ist die kleinste buchungsfähige Einheit im Kataster eines Grundbuchamts. Mehrere Flurstücke bilden eine Flur; mehrere Fluren bilden eine Gemarkung, welche das Gebiet einer Gemeinde umfasst und grundbuchrechtlich erfasst ist.
Ein Fonds ist ein Pool von Kapital, das von vielen Anlegern gesammelt und von einem Fondsmanager in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien investiert wird. Ziel ist die Wertsteigerung des angelegten Kapitals, wobei die Anleger Anteile am Fonds erwerben und verkaufen können.
Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung werden die Sparanteile der Beiträge in Investmentfonds investiert. Die Rückzahlung hängt von der Performance der Fonds ab und kann daher höher oder niedriger ausfallen als bei klassischen Lebensversicherungen, die eine feste Verzinsung bieten.
Eine Freistellungserklärung ist ein Dokument, das den Schutz der Käufer von Eigentumswohnungen während der Bauphase sicherstellt. Wenn ein Bauträger eine Globalgrundschuld zur Sicherung des Darlehens einträgt, muss eine Freistellungserklärung der Bank vorliegen, damit einzelne Wohnungen bei Zahlung des vollständigen Kaufpreises von dieser Grundschuld befreit werden können. Dies schützt Käufer, die bereits vor Fertigstellung Zahlungen leisten.
Fremdkapital bezeichnet Mittel, die einem Unternehmen oder einer Privatperson von Dritten, meist Banken, in Form von Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Diese Gelder müssen mit Zinsen zurückgezahlt werden und dienen oft der Finanzierung von Investitionen oder dem Erwerb von Immobilien.
Ein Fremdwährungskredit ist ein Darlehen, das in einer anderen Währung als der Heimatwährung des Kreditnehmers aufgenommen und zurückgezahlt wird. Der Vorteil kann in niedrigeren Zinssätzen liegen, jedoch besteht ein Wechselkursrisiko, welches die Gesamtkosten des Kredits beeinflussen kann.
Das Fundament ist der unterste Teil eines Gebäudes, der direkt auf dem tragfähigen Grund steht und die Lasten des Gebäudes trägt. Es ist entscheidend für die Stabilität und Langlebigkeit der Struktur.
Eine Gaube ist ein Fensteraufbau auf einem schrägen Dach, der mehr Licht und Raum unter dem Dach schafft. Gauben können verschiedene Formen haben und sind sowohl funktional als auch ästhetisch bedeutsam für Dachgeschosse.
Ein Gebäude ist eine strukturelle Einheit, die zum Wohnen, Arbeiten oder zu anderen Zwecken dient und aus Materialien wie Ziegeln, Beton, Holz oder Metall errichtet wird.
Eine Gebäudeversicherung schützt das Gebäude gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und andere Risiken. Die Police legt fest, unter welchen Bedingungen Schäden gedeckt sind und welche Kosten im Schadensfall übernommen werden.
Der Gebäudewert ist der Teil des Immobilienwertes, der sich auf das Gebäude selbst und nicht auf das Grundstück bezieht. Dieser Wert ist insbesondere für Versicherungen und bei der Kreditvergabe von Bedeutung.
Ein Gegengutachten wird angefertigt, um ein bestehendes Verkehrswertgutachten zu überprüfen. Es dient dazu, die Richtigkeit und Nachvollziehbarkeit eines früheren Gutachtens zu bestätigen oder zu widerlegen, häufig in rechtlichen Auseinandersetzungen.
Geldbeschaffungskosten sind die Kosten, die Banken für die Beschaffung des Geldes aufwenden, das sie als Kredite vergeben. Diese Kosten werden in die Kreditzinsen einkalkuliert, um die Gewinnmarge der Bank zu sichern.
Eine Gemarkung ist eine territoriale Einheit in der Katasterführung, die mehrere Fluren umfasst und in der Regel mit den Grenzen einer Gemeinde übereinstimmt. Sie ist wichtig für die eindeutige Zuordnung und Verwaltung von Grundstücken.
Gemeinschaftseigentum umfasst alle Teile einer Immobilie, die von allen Eigentümern eines Mehrfamilienhauses gemeinsam genutzt werden, wie das Treppenhaus, Dach, Aufzüge und der Grund und Boden. Jeder Eigentümer hat anteilig Miteigentum und teilt sich die Kosten für Instandhaltung und Verwaltung.
Die Gemeinschaftsordnung regelt in einer Wohnungseigentümergemeinschaft die Rechte und Pflichten der Eigentümer untereinander. Sie ist Teil der Teilungserklärung und für alle Eigentümer sowie deren Rechtsnachfolger bindend.
Gerichtskosten sind Gebühren, die bei rechtlichen Auseinandersetzungen anfallen, einschließlich der Kosten für Eintragungen ins Grundbuch bei Immobilientransaktionen, wie Eigentumsumschreibungen oder Auflassungsvormerkungen.
Gesamtfinanzierung bezieht sich auf die Bündelung aller notwendigen finanziellen Mittel durch eine einzelne Bank oder einen Kreditvermittler, um ein Projekt vollständig zu finanzieren, ohne dass der Kreditnehmer mehrere Kreditgeber aufsuchen muss.
Die Gesamtkapitalrendite ist eine finanzielle Kennzahl, die die Effizienz des eingesetzten Kapitals einer Investition misst. Sie berechnet sich aus der Summe von Reingewinn und Fremdkapitalzinsen, geteilt durch das gesamte eingesetzte Kapital (Eigen- und Fremdkapital), multipliziert mit 100. Diese Kennzahl gibt an, wie gut das Unternehmen sein Gesamtkapital zur Erzielung von Gewinnen verwendet.
Bei einer gesamtschuldnerischen Haftung sind mehrere Personen gemeinsam für die volle Schuld verantwortlich. Jeder Gesamtschuldner kann für die gesamte Schuld in Anspruch genommen werden, unabhängig von der Beteiligung der anderen Schuldner. Dies ist häufig bei gemeinsamen Krediten der Fall, wie sie z.B. von Ehepartnern aufgenommen werden.
Ein Geschoss oder Stockwerk bezieht sich auf eine Ebene innerhalb eines Gebäudes. In der Bauplanung und im Bauordnungsrecht wird auch die Geschossflächenzahl (GFZ) verwendet, die festlegt, wie viel Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind.
Ein Gleitzinsdarlehen hat variable Zinsen, die sich während der Laufzeit des Darlehens ändern können. Diese Anpassungen sind meist an die Leitzinsen der Zentralbanken gekoppelt, was ein Zinsänderungsrisiko mit sich bringt. Kreditnehmer können bei einer solchen Finanzierung von fallenden Zinsen profitieren, tragen aber auch das Risiko von Zinssteigerungen.
Eine Globalbelastung oder Globalgrundschuld ist eine Grundschuld, die auf mehreren Grundstücken lastet und jedes einzelne Grundstück für den gesamten eingetragenen Betrag haftet. Dies ist besonders relevant bei der Finanzierung größerer Bauvorhaben oder bei der Entwicklung von Mehrfamilienhäusern.
Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das vom Grundbuchamt geführt wird und alle wesentlichen Informationen zu Grundstücken enthält. Es umfasst Angaben über Eigentümer, Grundstücksgrößen, Lasten und Beschränkungen sowie Hypotheken oder Grundschulden.
Das Grundbuchamt ist eine Abteilung des Amtsgerichts, die für die Führung der Grundbücher zuständig ist. Hier werden alle Transaktionen, die Grundstücke betreffen, registriert und veröffentlicht, um Rechtssicherheit im Grundstücksverkehr zu gewährleisten.
Ein Grundbuchauszug zeigt die aktuelle rechtliche Situation eines Grundstücks. Er enthält Informationen über Eigentumsverhältnisse, Lasten und Beschränkungen sowie Hypotheken und ist ein wichtiges Dokument beim Kauf oder Verkauf von Immobilien.
Eine Grunddienstbarkeit ist ein eingetragenes Recht, das einer Person die Nutzung eines fremden Grundstücks in bestimmter Weise erlaubt, beispielsweise als Wegerecht oder Leitungsrecht. Dieses Recht ist im Grundbuch verankert und bindend für den Grundstückseigentümer.
Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Kauf von Immobilien erhoben wird. Sie ist vom Käufer zu entrichten und basiert auf dem Kaufpreis der Immobilie. Diese Steuer ist einmalig und nicht zu verwechseln mit der jährlich anfallenden Grundsteuer.
Ein Grundpfandrecht ist ein Recht, das einem Gläubiger erlaubt, ein Grundstück oder eine Immobilie zu pfänden, sollte der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Typische Formen des Grundpfandrechts sind die Hypothek und die Grundschuld.
Die Grundschuld ist eine Belastung eines Grundstücks, die im Grundbuch eingetragen wird und der Sicherung von Darlehen dient. Im Gegensatz zur Hypothek ist sie nicht unmittelbar von der Existenz einer Forderung abhängig und bietet der Bank die Möglichkeit, im Fall von Zahlungsausfällen das Grundstück zu versteigern.
Die Grundschuldbestellung ist ein notarieller Akt, bei dem der Grundstückseigentümer der Belastung seines Grundstücks mit einer Grundschuld zustimmt und deren Eintragung ins Grundbuch beantragt. Dies ermöglicht es Kreditgebern, ihre Ansprüche gegenüber dem Kreditnehmer abzusichern.
Die Grundsteuer ist eine kommunale Steuer auf das Grundvermögen, die auf Basis des Einheitswertes des Grundstücks berechnet wird. Diese Steuer kann vom Eigentümer auf die Mieter umgelegt werden, falls das Grundstück vermietet ist.
Ein Grundstück ist ein klar definiertes Stück Land, das im Grundbuch eines Amtsgerichts eingetragen ist. Es kann bebaut oder unbebaut sein und umfasst sowohl den Boden als auch alle fest damit verbundenen Bestandteile wie Gebäude.
Die Gründerjahre bezeichnen eine Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71, gekennzeichnet durch umfangreiche industrielle und urbane Entwicklung, gefördert durch französische Reparationszahlungen.
Ein Gutachten dient der Ermittlung des Verkehrswerts oder Marktwerts einer Immobilie. Es wird häufig aus Gründen wie Erbauseinandersetzungen, Scheidungen, steuerlichen Bewertungen oder zur Beleihungswertermittlung angefordert. Bewertet wird nach Verfahren wie dem Sachwert-, Vergleichswert- oder Ertragswertverfahren.
Ein Gutachter oder Sachverständiger ist eine Person mit spezieller Expertise in einem Fachgebiet, der Zustände feststellt, bewertet und dokumentiert. Für Immobilienbewertungen sind häufig öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige oder zertifizierte Experten nach DIN EN ISO/IEC 17024 tätig.
Der Gutachterausschuss sammelt und analysiert Verkaufsdaten von Immobilien, um die Markttransparenz zu erhöhen. Der Ausschuss erstellt Berichte über die Immobilienpreise in einer Region, basierend auf den ihm vorliegenden Informationen.
Ein Haus ist ein Gebäude, das typischerweise dauerhaft für Wohn- oder Geschäftszwecke konstruiert ist. Es besteht aus Wänden und einem Dach und kann aus verschiedenen Materialien gebaut sein.
Das Hausgeld umfasst alle Kosten, die mit dem Betrieb und der Instandhaltung einer Wohnung oder eines Hauses verbunden sind, einschließlich Verwaltung, nicht umlagefähige Betriebskosten und Rücklagen für Instandhaltung. Bei vermieteten Einheiten können umlagefähige Kosten auf die Mieter übertragen werden.
Herstellungskosten beinhalten alle Ausgaben, die für die Errichtung eines Gebäudes anfallen. Dies schließt Material- und Arbeitskosten, Kosten für Architekten und Ingenieure, sowie alle Nebenkosten wie Notar- und Gerichtsgebühren ein.
Eine Hypothek ist ein Grundpfandrecht zur Sicherung eines Darlehens, das mit einem Grundstück verbunden ist. Hypotheken werden im Grundbuch eingetragen und ermöglichen dem Gläubiger, im Falle einer Nichtzahlung, das Grundstück zu versteigern.
Hypothekenbanken sind spezialisierte Kreditinstitute, die langfristige, grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen vergeben. Sie refinanzieren sich hauptsächlich durch die Ausgabe von Pfandbriefen und bieten oft langfristige Festzinsdarlehen an.
Ein Hypothekenkredit ist ein durch ein Grundpfandrecht gesichertes Darlehen, bei dem das Darlehen durch die Immobilie selbst abgesichert ist. Dies führt in der Regel zu günstigeren Zinskonditionen im Vergleich zu ungesicherten Krediten.
Eine Immobilie ist ein Grundstück samt allen darauf befindlichen Bauten. Sie kann zum Wohnen, Arbeiten oder als Investition genutzt werden und ist im juristischen Sinne als unbewegliches Vermögen klassifiziert.
Die Immobilienbewertung dient der Ermittlung des Verkehrswerts oder Marktwerts einer Immobilie. In Deutschland sind das Sachwertverfahren, das Vergleichswertverfahren und das Ertragswertverfahren die gängigen Methoden, die je nach Eigenschaft und Nutzung der Immobilie angewendet werden.
Immobilienfonds investieren das Kapital der Anleger in Immobilien und sind in offene und geschlossene Fonds unterteilt. Offene Immobilienfonds erlauben jederzeit Investitionen und Rückkäufe der Anteile, während geschlossene Immobilienfonds eine feste Anzahl von Anteilen haben und das Kapital in spezifische Projekte investieren.
Ein Immobiliengutachten, auch Verkehrswertgutachten oder Marktwertgutachten genannt, schätzt den Wert eines Grundstücks, ob bebaut oder unbebaut. Es besteht aus einem beschreibenden Teil, der die Immobilie und relevante Umstände darstellt, und einem bewertenden Teil, der den geschätzten Wert angibt.
Die Indexmiete ist eine Mietform, bei der die Miete an einen Index, meist den Verbraucherpreisindex, gekoppelt ist. Steigt der Index, kann der Vermieter die Miete entsprechend anpassen. Sinkt der Index, ist er verpflichtet, die Miete zu senken. Diese Form der Miete findet häufig Anwendung in Gewerbemietverträgen.
Inflation ist die Rate, mit der das allgemeine Preisniveau von Waren und Dienstleistungen steigt, was zu einem Kaufkraftverlust des Geldes führt. Sie wird üblicherweise als jährliche Rate angegeben und beeinflusst die Wirtschaftsplanung und -politik.
Die Instandhaltungsrücklage ist Teil des Hausgeldes, das Eigentümer in einer Wohneigentümergemeinschaft zahlen. Sie dient dazu, notwendige Reparaturen und Instandhaltungen zu finanzieren, um den Wert und die Substanz der Immobilie zu erhalten.
Ein Investment bezeichnet die Anlage von Kapital in unterschiedlichen Formen, sei es in Sachwerte wie Immobilien oder in Finanzprodukte wie Aktien und Anleihen, mit dem Ziel, Rendite zu erzielen und das Vermögen zu mehren.
Ein Investmentfonds sammelt Kapital vieler Anleger, um es gemeinschaftlich in ein diversifiziertes Portfolio von Wertpapieren oder anderen Anlagegütern zu investieren. Der Fonds wird von einem professionellen Fondsmanager verwaltet.
Der Jahresabschluss eines Unternehmens umfasst die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des vergangenen Geschäftsjahres und dient der Darstellung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Bei Aktiengesellschaften ist der Jahresabschluss von einem Wirtschaftsprüfer zu prüfen.
Der Jugendstil ist eine kunstgeschichtliche Epoche um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, die durch organische Formen und fließende Linien in Architektur, Grafik, Malerei und angewandter Kunst gekennzeichnet ist.
Kapital bezieht sich auf die finanziellen Ressourcen, die für wirtschaftliche Aktivitäten eingesetzt werden, wie Eigenkapital (selbst eingebrachtes Vermögen) und Fremdkapital (geliehene Mittel).
Eine Kapitalanlage ist eine Investition von Geldmitteln in unterschiedliche Anlageformen, um Wertsteigerung und/oder Einkünfte zu erzielen, wie zum Beispiel in Immobilien, Aktien oder Anleihen.
Die Kapitallebensversicherung kombiniert Risikoschutz mit einem Sparplan. Sie zahlt bei Ablauf oder im Todesfall eine vereinbarte Summe aus. Oft wird sie zur Altersvorsorge oder zur Absicherung von Darlehen verwendet.
Die Kappungsgrenze im Mietrecht begrenzt Mieterhöhungen auf maximal 20% innerhalb von drei Jahren. In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt können strengere Regelungen gelten, um die Mietpreissteigerung weiter zu begrenzen.
Das Katasteramt, auch Vermessungsamt genannt, ist zuständig für die Erfassung und Verwaltung von Grundstücksdaten. Es stellt amtliche Dokumente wie Lagepläne und Flurstücknachweise aus, die für Transaktionen und Planungen notwendig sind.
Katasterpapiere sind amtliche Dokumente, die detaillierte Informationen zu Grundstücken enthalten, wie Abmessungen, Lage und Nutzung. Sie sind für die rechtliche Absicherung von Grundstückstransaktionen unerlässlich.
Kaufnebenkosten sind zusätzliche Kosten, die beim Erwerb einer Immobilie neben dem eigentlichen Kaufpreis anfallen. Diese beinhalten die Grunderwerbsteuer, Notargebühren für den Kauf und die Grundschuldbestellung, Eintragungskosten bei den Ämtern und, falls beteiligt, Maklercourtage.
Der Kaufpreis einer Immobilie ist der Betrag, der zwischen Käufer und Verkäufer beim Kauf einer Immobilie vereinbart wird. Der Kaufpreis wird im Kaufvertrag festgehalten und basiert auf verschiedenen Faktoren wie Baujahr, Ausstattung, Zustand und Lage der Immobilie.
Die Kaufpreissammlung ist eine Sammlung von Daten über getätigte Immobilienkäufe, die von den Gutachterausschüssen geführt wird. Diese Daten sind essentiell für die sachkundige Ermittlung von Vergleichswerten bei Immobilienbewertungen.
Ein Kaufvertrag ist ein rechtlich bindender Vertrag, der den Übergang des Eigentums einer Sache, wie einer Immobilie, regelt. Bei Immobilien muss der Kaufvertrag notariell beurkundet werden.
Ein Keller ist ein unterirdisches oder teilweise unterirdisches Stockwerk eines Hauses, das typischerweise zur Aufbewahrung oder als zusätzlicher Wohnraum genutzt wird.
Die Kinderzulage war ein Bestandteil der staatlichen Eigenheimzulage, die bis 2005 gewährt wurde, um den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum finanziell zu unterstützen.
Die Konditionen eines Darlehens umfassen die Bedingungen, unter denen ein Darlehen gewährt wird, einschließlich Zinssatz, Auszahlungskurs, Zinsbindungsdauer, Tilgungssätze und etwaige Gebühren.
Konditionsanpassung bezieht sich auf die Neufestsetzung der Kreditbedingungen nach Ablauf der Zinsbindungsfrist. Die neuen Konditionen orientieren sich meist an den aktuellen Kapitalmarktzinsen.
Die Kostenmiete ist ein Mietzins, der in der sozialen Wohnraumförderung angewandt wird und genau die tatsächlichen Bewirtschaftungs- und Finanzierungskosten deckt. Sie ist besonders bei staatlich geförderten Wohnprojekten relevant.
Der Kostenverteilungsschlüssel legt fest, wie die Betriebskosten einer Immobilie auf die Mieter verteilt werden. Häufige Schlüssel basieren auf Miteigentumsanteilen, Wohnfläche oder Personenzahl.
Ein Kredit ist ein Geldbetrag, der einer Person oder einem Unternehmen leihweise zur Verfügung gestellt wird, üblicherweise gegen Zinszahlungen.
Der Kreditbedarf ist die Summe, die zur Finanzierung eines Vorhabens, wie dem Kauf einer Immobilie, benötigt wird.
Die Kreditwürdigkeit, auch Bonität genannt, ist ein Maß dafür, wie vertrauenswürdig ein Kreditnehmer hinsichtlich der Rückzahlung eines Darlehens eingeschätzt wird.
Die Kündigung eines Darlehens ist die formelle Beendigung des Darlehensvertrages durch den Darlehensnehmer oder -geber. Bei Hypotheken ist eine Kündigung durch die Bank unter Einhaltung der Vertragsbedingungen nicht möglich, jedoch kann der Darlehensnehmer unter bestimmten Umständen kündigen.
Ein landesverbürgtes Darlehen ist Teil der öffentlichen Förderung des Wohnungsbaus, wobei das Darlehen durch das Bundesland abgesichert wird.
Ein langfristiger Kredit hat eine Laufzeit, die mehrere Jahre bis Jahrzehnte umfassen kann. Typische Beispiele sind Baufinanzierungen und Hypothekendarlehen.
Die Laufzeit eines Darlehens ist der Zeitraum von der Auszahlung bis zur vollständigen Rückzahlung. Bei Hypothekenbanken sind Laufzeiten von etwa 30 Jahren üblich, was die monatliche Belastung reduziert. Die Laufzeit ist nicht zu verwechseln mit der Zinsfestschreibung, die den Zeitraum definiert, für den ein fester Zinssatz gilt.
Der Leitzins ist ein von der Zentralbank festgelegter Zinssatz, der beeinflusst, zu welchen Konditionen sich Banken Geld leihen können. Dieser Zins hat wesentlichen Einfluss auf die Kredit- und Anlagezinsen in der Wirtschaft.
Bei Immobilieninvestitionen spricht man von Liebhaberei, wenn keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt, sondern die Immobilie aus persönlichen Gründen erworben wird. In diesem Fall erkennt das Finanzamt die Kosten nicht als abzugsfähig an.
Das Liegenschaftsbuch ist ein amtliches Verzeichnis, das alle Grundstücke eines Amtsgerichtsbezirks umfasst. Es dient der rechtlichen Sicherheit und der Transparenz in Bezug auf Eigentumsverhältnisse und Belastungen.
Der Liegenschaftszins ist eine wichtige Kennzahl im Ertragswertverfahren zur Immobilienbewertung. Er zeigt den durchschnittlichen Zinssatz, mit dem Grundstücke je nach Art und Lage verzinst werden und beeinflusst direkt den ermittelten Ertragswert einer Immobilie.
Für Altbauten, die ganz oder teilweise vermietet sind, können über 50 Jahre jährlich 2 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Gebäudes von den Einkünften abgesetzt werden. Für Gebäude, die vor 1925 erbaut wurden, sind es über 40 Jahre jährlich 2,5 Prozent.
Eine Loggia ist ein architektonisches Element, das in das Gebäude integriert und von mindestens drei Seiten umschlossen ist. Sie bietet gegenüber einem Balkon besseren Schutz vor Wettereinflüssen und erweitert den Wohnraum.
Eine Löschungsbewilligung ist die Zustimmung eines Gläubigers, üblicherweise einer Bank, zur Löschung einer Grundschuld im Grundbuch, nachdem das Darlehen vollständig zurückgezahlt wurde. Dies ermöglicht dem Eigentümer, die Immobilie frei von Belastungen zu halten.
Eine Maisonette-Wohnung erstreckt sich über zwei oder mehr Etagen und befindet sich oft in den oberen Geschossen eines Mehrfamilienhauses, ähnlich einem kleinen Haus im Haus.
Ein Immobilienmakler vermittelt zwischen Eigentümern und Interessenten beim Kauf oder der Miete von Immobilien. Für seine Dienstleistungen erhält der Makler eine Provision, die in Deutschland üblicherweise als Courtage bezeichnet wird.
Eine Mansardenwohnung befindet sich im Dachgeschoss eines Gebäudes. Der Begriff geht zurück auf den französischen Architekten J. Hardouin-Mansart, der als einer der ersten Dachgeschosse bewohnbar gestaltete. Mansardenwohnungen zeichnen sich oft durch charakteristische Dachschrägen aus.
Die Marge repräsentiert die Differenz zwischen den gesamten Kosten eines Objekts (inklusive Kaufpreis, Nebenkosten und möglichen Renovierungen) und dem erzielten Verkaufspreis. Sie zeigt den Profit oder die Gewinnspanne, die aus dem Handel mit Immobilien resultiert.
Ein Mehrfamilienhaus ist eine Immobilie, die mehr als zwei Wohnungen enthält und hauptsächlich für Wohnzwecke verwendet wird. Häuser mit weniger als drei Wohneinheiten werden als Einfamilien- oder Zweifamilienhäuser eingestuft. Für die Wertermittlung dieser Immobilien ist es entscheidend, die richtige Bewertungsmethode zu wählen: Sachwertverfahren oder Vergleichswertverfahren werden typischerweise bei Ein- und Zweifamilienhäusern angewandt, während bei Mehrfamilienhäusern oft das Ertragswertverfahren zum Einsatz kommt.
Ein Mietaufhebungsvertrag erlaubt die Beendigung eines Mietverhältnisses vor Ablauf der üblichen Kündigungsfristen, sofern Mieter und Vermieter sich darauf einigen. Dieser Vertrag ist optional und erfordert die Zustimmung beider Parteien.
Die Miete ist der Betrag, den ein Mieter für die zeitlich befristete Nutzung von Wohn- oder Geschäftsräumen zahlt. Der Vermieter überlässt dem Mieter diese Räumlichkeiten zur Nutzung, und als Gegenleistung entrichtet der Mieter die vereinbarte Miete.
Wenn ein Mehrfamilienhaus in einzelne Eigentumswohnungen umgewandelt und verkauft wird, besitzt der Mieter ein Vorkaufsrecht für seine Wohnung. Der Mieter muss über den Verkauf und sein Vorkaufsrecht informiert werden. Wenn er dieses Recht ausüben möchte, muss er zu den gleichen Konditionen wie der Drittkäufer kaufen und dies innerhalb von zwei Monaten erklären, sonst verfällt das Vorkaufsrecht.
Eine Verzichtserklärung auf das Mietervorkaufsrecht beschleunigt den Verkaufsprozess einer Wohnung, indem der Mieter auf sein Recht verzichtet, die Wohnung zu den Bedingungen des Drittangebots zu kaufen. Diese Erklärung wird üblicherweise eingeholt, nachdem die notarielle Urkunde über den Kaufvertrag dem Mieter vorgelegt wurde. Frühere Erklärungen sind unwirksam und der Verkäufer haftet für daraus resultierende Schäden 30 Jahre lang gegenüber dem Mieter.
Die Mietflächenberechnung hilft dabei, die genaue Größe der gemieteten Fläche zu bestimmen, um den Mietpreis festzulegen. Dabei werden verschiedene Teile der Wohnung oder des Büros wie Zimmer, Flure und Gemeinschaftsflächen einbezogen. Ziel ist es, klar und fair festzustellen, wie viel Platz wirklich genutzt wird. So kann der Mietpreis gerecht berechnet werden, basierend auf der tatsächlichen Fläche. Diese Methode sorgt für Transparenz zwischen Vermieter und Mieter.
Die Mietfläche ist der Teil der Immobilie, der einem Mieter zur Nutzung überlassen wird. Bei der Berechnung wird zwischen Wohn- und Nichtwohnzwecken unterschieden. Für Wohnzwecke wird in Deutschland die Wohnfläche gemäß der Wohnflächenverordnung berechnet. Bei gewerblichen Flächen werden oft die DIN 277 oder die Richtlinien der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung angewendet.
Eine Mietminderung ist eine Reduzierung der Miete aufgrund von Mängeln, die den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache beeinträchtigen. Der Mieter hat das Recht, die Miete entsprechend zu mindern, bis der Mangel behoben ist.
Die Mietpreisbremse begrenzt die Miethöhe bei Neuvermietungen von Bestandswohnungen in angespannten Wohnungsmärkten auf die ortsübliche Vergleichsmiete plus zehn Prozent. Neubauten und umfassend modernisierte Wohnungen sind von dieser Regelung ausgenommen.
Die Mietrendite zeigt das Verhältnis zwischen den jährlichen Mieterträgen und den Investitionskosten einer Immobilie. Sie wird als Bruttomietrendite berechnet, indem die Jahresnettokaltmiete zum Kaufpreis ins Verhältnis gesetzt wird.
Der Mietspiegel dokumentiert die ortsüblichen Mieten basierend auf Faktoren wie Wohnungsg Größe, Lage und Ausstattung. Er dient Vermietern als Orientierungshilfe für angemessene Mietpreise und wird regelmäßig aktualisiert.
Ein Mietvertrag ist eine rechtliche Vereinbarung zwischen einem Vermieter und einem Mieter, welche die Konditionen für die Nutzung einer Immobilie festlegt. Wohnraummietverhältnisse sind in den §§ 549 bis 577 des Bürgerlichen Gesetzbuchs geregelt, während gewerbliche Mietverhältnisse nur eingeschränkt diesen Vorschriften unterliegen.
Die Mietverwaltung kümmert sich um die Belange einzelner Mieter innerhalb einer Eigentumswohnung, während die WEG-Verwaltung das gemeinschaftliche Eigentum verwaltet und sich um übergeordnete Verwaltungsaufgaben kümmert.
Mietzins ist ein traditioneller Begriff für die Miete und bezeichnet die regelmäßigen Zahlungen, die ein Mieter an den Vermieter für die Nutzung von Wohn- oder Geschäftsräumen leistet. Dieser Ausdruck wird häufig synonym zu ""Miete"" verwendet und kann als Entgelt für das Recht angesehen werden, eine Immobilie für einen bestimmten Zeitraum zu bewohnen oder gewerblich zu nutzen. Der Mietzins wird im Mietvertrag festgelegt und ist üblicherweise monatlich fällig.
Miteigentumsanteile sind definierte Bruchteile am Gemeinschaftseigentum einer Immobilienanlage, die in der Regel nach der Größe der jeweiligen Wohnfläche berechnet werden. Diese Anteile sind maßgeblich für die Aufteilung von Kosten wie Instandhaltungsrücklagen und beeinflussen ebenfalls die Stimmrechte in der Eigentümerversammlung. Wenn beispielsweise für Dachreparaturen Kosten in Höhe von 10.000 Euro anfallen, würde ein Miteigentumsanteil von 20% dazu führen, dass auf die betreffende Wohnung 2.000 Euro dieser Kosten entfallen.
Ein Mitschuldner ist jemand, der zusammen mit einem oder mehreren weiteren Schuldner(n) eine Verbindlichkeit eingeht. In der Immobilienfinanzierung tritt der Ehepartner oft als Mitschuldner auf, was bedeutet, dass er genauso voll haftet wie der Hauptkreditnehmer.
Modernisierung in der Immobilienbranche zielt darauf ab, den Wohn- oder Nutzwert eines Gebäudes zu steigern. Beispielsweise kann dies durch das Umgestalten von Grundrissen, Aufwerten von Ausstattungen oder Verbessern der Energieeffizienz erreicht werden. Modernisierungen sind von Renovierungen zu unterscheiden, da letztere eher der Erhaltung des Zustands dienen. Die Finanzierung von Modernisierungen erfolgt oft durch spezielle Darlehen oder Förderprogramme. Die durch Modernisierung entstehenden Kosten können unter bestimmten Umständen auf die Mieter umgelegt werden.
Eine Mängelrüge wird ausgesprochen, wenn eine Ware oder Dienstleistung den vertraglichen oder gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht. Die Rüge sollte schriftlich erfolgen und eine angemessene Frist zur Behebung der Mängel setzen.
Die Nachbindungsfrist ist der Zeitraum nach der Rückzahlung öffentlicher Fördermittel für eine Immobilie, in dem bestimmte Auflagen weiterhin eingehalten werden müssen, wie beispielsweise die Beschränkung der Miethöhe auf die sogenannte Kostenmiete. Diese Frist beträgt in der Regel zehn Jahre ab dem Zeitpunkt der Ablösung der Fördermittel.
Nachfinanzierung wird notwendig, wenn während eines Bauprojekts die ursprünglich geplanten Kosten überschritten werden und zusätzliche Mittel benötigt werden. Sie kann auch entstehen, wenn nach Abschluss der Erstfinanzierung weitere Mittel für Modernisierungen oder andere Investitionen erforderlich sind. Die Aufnahme einer Nachfinanzierung wird von Kreditinstituten kritisch geprüft, da sie oft als Risikoerhöhung angesehen wird.
Der Nachrang beschreibt die Position eines Rechts im Grundbuch hinter bereits eingetragenen Rechten. In einer Zwangsversteigerung werden Gläubiger entsprechend ihrem Rang im Grundbuch bedient. Das bedeutet, dass nachrangige Gläubiger im Falle eines Verkaufserlöses, der nicht ausreicht, um alle Forderungen zu bedienen, unter Umständen keine Auszahlung erhalten. Ein nachrangiges Darlehen birgt daher ein höheres Risiko für den Gläubiger.
Nachrangfinanzierung bezieht sich auf ein Darlehen, das im Rang hinter bereits bestehenden Grundpfandrechten abgesichert wird, typischerweise über den ersten Beleihungsraum hinaus. Aufgrund des höheren Risikos für den Darlehensgeber werden solche Finanzierungen zu höheren Zinsen als erstrangige Darlehen angeboten. Im Fall einer Zwangsversteigerung werden Gläubiger nach der Rangfolge ihrer Eintragungen im Grundbuch befriedigt, wobei nachrangige Gläubiger ein höheres Ausfallrisiko tragen.
Nebenkosten sind die vom Mieter zusätzlich zur Kaltmiete zu tragenden Betriebskosten. Dazu gehören Kosten für Allgemeinstrom, Entwässerung, Heizung, Wasser, Müllabfuhr, Hausmeisterdienste und viele weitere. Nicht umlagefähig sind Kosten für Instandhaltung, Kontoführungsgebühren und Verwaltergebühren. Die Nebenkosten werden jährlich abgerechnet, wobei der Mieter eine Vorauszahlung leistet, die nach der tatsächlichen Abrechnung angepasst wird.
- Allgemeinstrom (Beleuchtung für gemeinsame Bereiche wie Hausflure)
- Brandmeldeanlage (Wartung und Betrieb)
- Entwässerung (Kosten für die Abwasserbeseitigung)
- Fahrstuhlbetrieb (Wartung und Stromkosten für Aufzüge)
- Gartenpflege (Instandhaltung von Gemeinschaftsgärten)
- Gebäudeversicherung (Versicherung gegen Schäden am Gebäude durch Feuer, Sturm etc.)
- Gemeinschaftsantenne oder Kabelanschluss (Gebühren für Fernseh- und Radioempfang)
- Gemeinschaftswaschmaschine (Nutzung und Wartung gemeinschaftlicher Wascheinrichtungen)
- Grundsteuer (vom Eigentümer an die Gemeinde gezahlte Steuer, oft auf Mieter umgelegt)
- Haftpflichtversicherung (für das Gebäude)
- Hausmeisterdienste (Kosten für Hausmeister, der für Instandhaltung und Sauberkeit sorgt)
- Hausreinigung (Reinigungsdienste für gemeinschaftlich genutzte Bereiche)
- Heizung (Kosten für die Heizung und Warmwasserbereitung)
- Müllabfuhr (Gebühren für Müllentsorgung und Mülltrennung)
- Sachversicherung (Versicherung für Hausrat und andere bewegliche Gegenstände im Gebäude)
- Schornsteinreinigung (Kaminkehrer)
- Straßenreinigung (Gebühren für die Reinigung öffentlicher Straßen)
- Ungezieferbekämpfung (Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung)
- Wasserversorgung (Kosten für kaltes und warmes Wasser)
- Winterdienst (Räumen von Schnee und Eis im Winter)
Dies ist ein Betrag, den der Mieter zusätzlich zur Kaltmiete für voraussichtliche Nebenkosten zahlt. Nach der Jahresabrechnung des tatsächlichen Verbrauchs wird über zu viel oder zu wenig gezahlte Beträge abgerechnet, was zu Nachzahlungen oder Rückzahlungen führen kann. Bei signifikanten Änderungen der Betriebskosten kann eine Anpassung der Vorauszahlungen notwendig werden, um hohe Nachzahlungen zu vermeiden.
Nebenleistungen umfassen alle zusätzlichen Zahlungsverpflichtungen des Darlehensnehmers neben Zinsen und Tilgung, wie z.B. Bereitstellungszinsen und Schätzgebühren, die oft für die Bereithaltung nicht sofort abgerufener Darlehensbeträge oder für die Bewertung der finanzierten Immobilie anfallen.
Der Nennbetrag oder Nominalbetrag bezeichnet den auf Wertpapieren oder Darlehensverträgen ausgewiesenen Betrag, der den Grundwert der Anlage oder des Darlehens angibt, ohne Zinsen oder andere zusätzliche Kosten zu berücksichtigen.
Dies ist eine Gebühr, die fällig wird, wenn ein Darlehensnehmer ein zugesichertes Darlehen nicht in Anspruch nimmt. Die Bank berechnet diese Entschädigung, um Verluste zu decken, die durch die bereits erfolgte Kapitalbeschaffung entstehen, insbesondere wenn die Mittel für das Darlehen bereits auf dem Markt beschafft wurden.
Der Nießbrauch ist eine besondere Form der Belastung einer Sache (zum Beispiel eines Grundstücks), die es dem Berechtigten erlaubt, alle Nutzungen aus der Sache zu ziehen. Der Berechtigte darf die Immobilie bewohnen oder die Einnahmen aus einer Vermietung für sich beanspruchen. Der Nießbrauch ist nicht übertragbar und erlischt meist mit dem Tod des Berechtigten.
Der Nominalbetrag ist die im Darlehensvertrag festgelegte Summe, die der Darlehensnehmer erhält. Oft liegt der tatsächlich ausgezahlte Betrag unter diesem Nominalbetrag aufgrund eines abweichenden Auszahlungskurses.
Der Nominalzins ist der Zinssatz, der auf den Darlehensbetrag angewendet wird und nicht den Effektivzins darstellt. Der Effektivzins inkludiert zusätzlich diverse Gebühren und ist daher für einen umfassenden Vergleich verschiedener Darlehensangebote aussagekräftiger.
Ein Notar ist ein Jurist, der für die Beurkundung von Rechtsgeschäften wie Immobilientransaktionen zuständig ist. In Deutschland müssen Immobiliengeschäfte notariell beurkundet werden, um gültig zu sein.
Ein Notaranderkonto ist ein spezielles Konto, das von einem Notar verwaltet wird, um Gelder treuhänderisch für kurze Zeit zu halten. Bei Immobilienkäufen sichert dieses Konto, dass der Kaufpreis erst dann an den Verkäufer ausgezahlt wird, wenn alle Bedingungen erfüllt sind.
Die Notarbestätigung ist eine Erklärung des Notars gegenüber der finanzierenden Bank, dass der Eintragung einer Grundschuld nichts im Wege steht. Dies ermöglicht die Darlehensauszahlung, noch bevor die Grundschuld formal im Grundbuch eingetragen ist.
Notargebühren sind Teil der Nebenkosten beim Immobilienkauf und umfassen die Kosten für die Erstellung des Kaufvertrags, dessen Beurkundung und die Abwicklung des Kaufs im Grundbuch.
Bei einer notariellen Beglaubigung bestätigt der Notar die Echtheit einer Unterschrift auf einem Dokument, ohne den Inhalt des Dokuments rechtlich zu prüfen.
Die notarielle Beurkundung ist ein formeller Vorgang, bei dem ein Notar wichtige Rechtsgeschäfte wie Grundstückskaufverträge oder Grundschuldbestellungen dokumentiert und ihre Gültigkeit sicherstellt.
Die Nutzfläche ist jener Teil eines Gebäudes, der gemäß seiner Zweckbestimmung genutzt wird und wird nach der DIN 277 berechnet. Sie umfasst alle Flächen, die der Nutzung des Gebäudes dienen, ausschließlich der Verkehrsfläche.
Die Art und Weise, wie eine Immobilie verwendet wird, bestimmt maßgeblich ihren Charakter. Ist jede Nutzung erlaubt, können beispielsweise Geschäfte, Praxen oder Restaurants entstehen. Es ist entscheidend, vor dem Kauf zu prüfen, ob die gewünschte Nutzung mit der Gemeinschaftsordnung übereinstimmt, besonders wenn die Immobilie ausschließlich Wohnzwecken dienen soll.
Umgangssprachliche Bezeichnung für eine Immobilie oder ein Beleihungsobjekt.
Ein spezifisches Darlehen, das zur Finanzierung einer Immobilie dient und durch eine Grundschuld an dieser Immobilie gesichert ist.
Ein Begriff aus der ehemaligen Eigenheimzulage, der besagt, dass jeder Bürger nur einmal im Leben für den Erwerb von selbstgenutztem Wohnraum eine staatliche Förderung erhalten kann.
Staatliche Unterstützung des Wohnungsbaus durch zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse und Bürgschaften, oft einkommensabhängig. Informationen hierzu bieten lokale Wohnungswesenämter.
Ermöglicht Eigentümern, spätere Anpassungen in der Eigentümergemeinschaft ohne umfassende neue Beurkundungen vorzunehmen.
Förderfähige Baumaßnahmen, die besonders umweltfreundlich sind und früher durch die Eigenheimzulage unterstützt wurden.
Ein Vertragsverhältnis, bei dem der Pächter neben der Nutzung des gepachteten Gegenstands auch die Früchte des Gegenstands nutzen darf, wie etwa Erträge aus Landwirtschaft oder Gastronomie.
Vertragliche Vereinbarung, die einem Pächter die Nutzung und die Fruchtziehung eines Gegenstands gegen Zahlung eines Entgelts erlaubt.
Wohn- oder Geschäftseinheit im obersten Stock eines Gebäudes, oft luxuriös ausgestattet und mit großzügiger Terrasse.
Ein von Hypothekenbanken ausgegebenes Wertpapier, das zur Finanzierung von Darlehen dient. Es ist durch Immobilien oder andere Grundstücke gedeckt und gilt als sichere Anlageform.
Eine Regelung im Rahmen des Verbraucherschutzes, die vorschreibt, wie Preise für Waren und Dienstleistungen transparent und nachvollziehbar auszuweisen sind. Zusätzlich wird durch diese Verordnung geregelt, wie der Effektivzins für Kredite zu berechnen ist, um Konsumenten eine klare Vergleichsgrundlage zu bieten.
Ein Darlehensmodell, das primär für persönliche Anschaffungen wie Elektronik oder Urlaube genutzt wird. Dieser Kredit wird aufgrund der fehlenden Sicherheiten und dem Fokus auf die Bonität des Kreditnehmers in der Regel zu höheren Zinssätzen als ein durch Immobilien gesicherter Kredit angeboten.
Die Verlängerung der Laufzeit eines Kredites nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Zinsbindung. Bei einer Prolongation werden neue Zinskonditionen festgelegt, ohne dass der Kredit an einen anderen Darlehensgeber übertragen wird.
Im Immobiliensektor bezeichnet die Provision oder Courtage den Betrag, den ein Käufer oder Verkäufer eines Grundstücks an den vermittelnden Makler als Prozentsatz des Kaufpreises zahlt. Seit dem 23. Dezember 2020 gibt es neue Regelungen, die durch das Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Wohnimmobilien die Aufteilung der Maklerprovision zwischen Käufer und Verkäufer neu ordnen.
Eine Rangbescheinigung, ausgestellt durch einen Notar, bestätigt die Reihenfolge der Belastungen im Grundbuch, die für die Abwicklung von Ansprüchen im Falle einer Zwangsvollstreckung maßgeblich ist.
Die Rangstelle definiert die Priorität verschiedener im Grundbuch eingetragener Belastungen, welche die Reihenfolge bestimmt, in der Gläubiger aus dem Erlös einer Zwangsversteigerung befriedigt werden. Dies ist entscheidend, wenn der Verkaufserlös nicht ausreicht, um alle Schulden zu decken.
Ein Realkredit, auch bekannt als Hypothekenkredit, ist ein durch Immobilien gesichertes Darlehen, das hauptsächlich für den Kauf von Grundstücken oder Gebäuden verwendet wird.
Realkreditinstitute, oft Hypothekenbanken genannt, sind spezialisierte Banken, die Realkredite vergeben. Sie finanzieren diese Kredite typischerweise durch die Ausgabe von Pfandbriefen.
Refinanzierung bezeichnet den Prozess, bei dem Banken Geld aufnehmen, um Kredite an Kunden vergeben zu können. Dies geschieht oft durch den Verkauf von Wertpapieren wie Pfandbriefen, die durch Immobilien gesichert sind.
Der Reinertrag bezeichnet die Einnahmen aus einer Immobilie nach Abzug aller laufenden Bewirtschaftungskosten. Er wird berechnet, indem man vom Rohertrag, also den Gesamteinnahmen aus Miete und anderen Nutzungserlösen, die notwendigen Kosten für Verwaltung, Instandhaltung und ähnliche Ausgaben subtrahiert. Dieser Wert gibt also an, wie viel effektiv von den Einkünften nach Deckung aller Ausgaben übrig bleibt. Der Begriff ist besonders wichtig im Zusammenhang mit der Immobilienbewertung, speziell im Ertragswertverfahren.
Rendite bezeichnet den Ertrag einer Kapitalanlage, ausgedrückt in Prozent pro Jahr. Sie zeigt, wie effektiv das eingesetzte Kapital Gewinn erwirtschaftet. Die Formel zur Berechnung lautet: (jährlicher Ertrag / eingesetztes Kapital) x 100.
Eine Renovierung beinhaltet die Instandsetzung und das Aufwerten von abgenutzten oder beschädigten Teilen eines Gebäudes oder dessen Innenausstattung. Typische Maßnahmen umfassen das Verlegen neuer Bodenbeläge, das Streichen und Tapezieren von Wänden sowie den Austausch von Sanitäreinrichtungen. Renovierung unterscheidet sich von Sanierung und Modernisierung, da sie oft weniger umfangreich ist und primär der Auffrischung dient.
Die Renovierungsklausel in einem Mietvertrag bezieht sich auf die Pflicht des Mieters zur Durchführung von Schönheitsreparaturen. Diese Klausel definiert, welche Renovierungsarbeiten während und am Ende der Mietzeit vom Mieter zu übernehmen sind.
Die Reparaturklausel regelt, wer für Reparaturen in einer Wohnimmobilie verantwortlich ist. Normalerweise ist der Vermieter für größere Instandhaltungen zuständig, aber Kleinreparaturen bis zu einem bestimmten Betrag (z.B. 80 Euro) können auf den Mieter umgelegt werden. Jahresgrenzen für Reparaturkosten, wie etwa sieben Prozent der Jahresnettomiete, werden oft festgelegt, um die Gültigkeit der Klausel zu sichern. Bei gewerblichen Immobilien gibt es mehr Freiheiten in der Vertragsgestaltung, sodass die Parteien flexibler festlegen können, wer für Reparaturen aufkommt.
Die Restnutzungsdauer ist nach Nach § 4 Abs. 3 ImmoWertV die geschätzte Zeitspanne, in der eine Immobilie noch wirtschaftlich nutzbar ist, unter der Voraussetzung angemessener Instandhaltung und Bewirtschaftung. Diese Dauer variiert je nach Art des Objekts, dessen Zustand und den durchgeführten Instandsetzungen oder Modernisierungen. Vernachlässigungen in der Instandhaltung können die Restnutzungsdauer verkürzen.
Die Restschuld ist der Betrag eines Darlehens, der zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht zurückgezahlt wurde. Die Höhe der Restschuld wird anhand des Tilgungsplans des Darlehens bestimmt und zeigt, wie viel noch vom ursprünglichen Kreditbetrag offen ist.
Eine Risikolebensversicherung bietet finanziellen Schutz im Todesfall des Versicherten. Die Versicherung zahlt den Hinterbliebenen oder einer vertraglich festgelegten Person eine zuvor bestimmte Summe aus. Dies ist besonders wichtig für Familien, die finanzielle Verpflichtungen, wie große Kredite, absichern möchten, falls der Hauptverdiener unerwartet verstirbt.
Nach § 31 Abs. 2 der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) ist der Rohertrag die Summe der Einkünfte aus einem Grundstück, die unter normalen Bedingungen durch dessen Nutzung erzielt werden können. Dies umfasst beispielsweise Mieteinnahmen aus einem Mehrfamilienhaus oder einem Gewerbeobjekt.
Die Räumung oder Zwangsräumung ist ein Vorgang, der durch den Gerichtsvollzieher auf Antrag eines Gläubigers, wie zum Beispiel des Vermieters, durchgeführt wird, wenn der Mieter oder Schuldner das Objekt nicht freiwillig verlässt. Der Gerichtsvollzieher ist dabei ermächtigt, unmittelbaren Zwang anzuwenden, was das Aufbrechen von Schlössern und, falls notwendig, die physische Entfernung des Mieters oder Schuldners einschließt.
Eine Räumungsklage wird vom Vermieter eingereicht, wenn ein Mieter die Immobilie nach einer Kündigung nicht verlässt. Diese Klage ermöglicht es dem Vermieter, einen gerichtlichen Beschluss zu erhalten, der die Räumung der Immobilie durch einen Gerichtsvollzieher erlaubt.
Rückgewähransprüche sind die Rechte eines Grundstückseigentümers gegenüber der Bank, die Übertragung oder Löschung einer Grundschuld zu verlangen, sobald die damit gesicherten Verbindlichkeiten, wie ein aufgenommenes Darlehen, beglichen oder verringert sind.
Ein Rücktritt vom Darlehensvertrag ist eine einseitige Entscheidung der Bank, einen noch nicht ausgezahlten Kreditvertrag zu kündigen, wenn die Voraussetzungen für die Auszahlung nicht innerhalb der festgelegten Frist erfüllt werden. In solchen Fällen kann die Bank eine Entschädigung für die Nichtabnahme des Darlehens, bekannt als Nichtabnahmeentschädigung, fordern.
Die Rückzahlung eines Darlehens, auch als Tilgung bekannt, ist der Prozess des Zurückzahlens des geliehenen Kapitals, oft in regelmäßigen Raten über die Laufzeit des Kredits.
Die SCHUFA, Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, ist eine Einrichtung, die von deutschen Kreditinstituten und kreditgebenden Wirtschaftsunternehmen genutzt wird. Sie sammelt Informationen zur Kreditwürdigkeit von Verbrauchern, um ihre Mitgliedsinstitute vor Kreditverlusten zu schützen und Kreditnehmer vor übermäßiger Verschuldung zu bewahren. Die SCHUFA stellt diese Daten unter strengen Datenschutzauflagen zur Verfügung. Jeder hat das Recht, einmal jährlich kostenlos seine SCHUFA-Daten einzusehen. Ein niedriger Bonitätsscore kann die Finanzierung einer Immobilie erschweren.
Ein Sachverständiger oder Gutachter ist ein Experte mit speziellem Fachwissen in einem bestimmten Bereich. Diese Fachleute werden häufig für Bewertungen herangezogen, etwa um den Wert einer Immobilie zu bestimmen. Sie erstellen Gutachten, die bei rechtlichen, finanziellen oder kommerziellen Entscheidungen von entscheidender Bedeutung sein können. In Deutschland ist der Titel ""Sachverständiger"" nicht gesetzlich geschützt, was bedeutet, dass jeder diesen Titel verwenden könnte, ohne die nötige Expertise zu haben. Daher ist es besonders wichtig, auf qualifizierte und zertifizierte Sachverständige zurückzugreifen.Bei der CERTA GmbH, setzen wir ausschließlich zertifizierte Sachverständige ein. Diese Experten sind entweder öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Immobilienbewertung oder nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifiziert. Diese Zertifizierungen garantieren, dass unsere Fachleute ihre Kompetenz durch strenge Prüfungen nachgewiesen haben und regelmäßigen Kontrollen ihrer Qualifikationen unterliegen. Dies stellt sicher, dass unsere Kunden stets präzise und verlässliche Bewertungen erhalten, die den aktuellen Marktwerten und rechtlichen Anforderungen entsprechen. Durch die Arbeit mit zertifizierten Sachverständigen bietet CERTA GmbH ihren Kunden nicht nur Sicherheit, sondern auch das Vertrauen, dass ihre Immobilienbewertungen auf solidem Fachwissen und anerkannten Standards basieren.
Der Sachwert einer Immobilie setzt sich aus dem Gebäudewert und dem Bodenwert zusammen. Der Gebäudewert wird auf Basis der Baukosten, angepasst um Faktoren wie Abnutzung und den aktuellen Zustand des Gebäudes, ermittelt. Der Bodenwert berücksichtigt die dauerhaft erzielbaren Preise für Grundstücke ähnlicher Art und Lage.
Das Sachwertverfahren ist eine Methode zur Bewertung von Immobilien, bei der vor allem die Herstellungskosten des Gebäudes berücksichtigt werden. Diese Kosten werden um Faktoren wie Alter und Abnutzung der Immobilie angepasst. Zum ermittelten Gebäudewert wird der Bodenwert des Grundstücks hinzugerechnet, um den gesamten Sachwert der Immobilie zu bestimmen.
Sanierung bezieht sich auf umfangreiche Maßnahmen zur Modernisierung oder Umgestaltung einer Immobilie, die oft den teilweisen Abriss oder Umbau sowie die Erneuerung wesentlicher Infrastrukturen wie Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen umfasst. Sanierungen zielen darauf ab, eine Immobilie grundlegend zu verbessern und langfristig deren Nutz- und Lebenswert zu erhöhen. Dies unterscheidet sich von einer Renovierung, die sich auf kosmetische Verbesserungen beschränkt, und von einer Modernisierung, die sich auf technische Updates und Energieeffizienz konzentriert.
Eine Schenkung ist die freiwillige, unentgeltliche Übertragung von Vermögenswerten von einer Person zu einer anderen. Beide Parteien stimmen überein, dass kein finanzieller Ausgleich erfolgt. Schenkungen können verschiedene Formen annehmen, darunter Geld, Immobilien oder wertvolle Gegenstände.
Die Schenkungssteuer ist eine Steuer, die auf den Wert einer Schenkung erhoben wird, wenn der Wert der Schenkungen zwischen denselben Personen innerhalb von zehn Jahren einen festgelegten Freibetrag überschreitet. Diese Steuer variiert je nach dem Verwandtschaftsgrad zwischen Geber und Empfänger sowie dem Wert der Schenkung.
Der Schuldzinsabzug erlaubt es, Zinsen für Darlehen, die für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung aufgenommen wurden, steuerlich als Werbungskosten geltend zu machen. Diese Möglichkeit besteht jedoch nicht für Zinsen von Darlehen einer selbst genutzten Immobilie. Die Absetzbarkeit hängt von der Erzielung von Einnahmen und der Absicht, Gewinn zu erzielen, ab.
Bei einer Schuldübernahme tritt ein neuer Darlehensnehmer unter Zustimmung aller Vertragsparteien in die Rechte und Pflichten eines bestehenden Darlehensvertrages ein. Dies ist häufig der Fall beim Kauf von Immobilien, wo der Käufer die bestehende Finanzierung des Verkäufers übernimmt. Eine Zustimmung der finanzierenden Bank ist erforderlich, weshalb Verkäufer und Käufer vorab klären sollten, ob und zu welchen Bedingungen eine Übernahme möglich ist.
Eine Schätzung, auch bekannt als Taxe oder Wertgutachten, ist eine Bewertung einer Immobilie durch einen qualifizierten Sachverständigen. Diese Bewertung ist oft notwendig, damit eine finanzierende Bank den Beleihungswert für ein Darlehen festlegen kann. Bei der Schätzung werden verschiedene Aspekte berücksichtigt, darunter die Lage des Grundstücks, der Zustand des Gebäudes, der erzielbare oder bereits erzielte Mietertrag und die lokalen Marktverhältnisse.
Schätzungsgebühren, auch als Taxkosten bezeichnet, sind die Kosten, die für die Bewertung des Wertes einer Immobilie anfallen. Diese Gebühren werden in der Regel dem Darlehensnehmer in Rechnung gestellt und decken die Dienstleistungen des Sachverständigen ab, der die Schätzung vornimmt.
Schönheitsreparaturen beinhalten Arbeiten wie das Tapezieren von Wänden, Streichen von Heizkörpern und Innentüren sowie ähnliche Instandhaltungsmaßnahmen in einer Mietwohnung. Diese Pflichten können auf den Mieter übertragen werden, müssen aber individuell im Mietvertrag vereinbart werden, da Standardklauseln vom Bundesgerichtshof als unwirksam angesehen werden. Ist eine Wohnung bei Einzug renoviert, kann festgelegt werden, dass der Mieter bei Auszug ebenfalls renovieren muss.
Unter Selbsthilfe versteht man im Immobilienbereich Eigenleistungen des Bauherrn oder Eigentümers bei der Errichtung oder Sanierung eines Gebäudes. Diese Eigenleistungen können Kosten reduzieren und individuelle Gestaltung ermöglichen.
Eine selbstschuldnerische Bürgschaft bedeutet, dass der Bürge so behandelt wird, als wäre er selbst der Hauptverpflichtete. Im Falle eines Zahlungsverzugs des eigentlichen Schuldners kann der Gläubiger direkt und ohne Vorwarnung den Bürgen zur Zahlung auffordern. Diese Form der Bürgschaft wird häufig bei Kreditvergaben oder Wohnungsmietverträgen eingesetzt, um das Risiko des Gläubigers zu minimieren.
Bei einer langfristigen Baufinanzierung müssen Darlehensnehmer Sicherheiten bereitstellen. Diese umfassen typischerweise Grundpfandrechte wie eine Grundschuld, können aber auch Bürgschaften oder andere Zusatzsicherheiten wie eine Kapitallebensversicherung einschließen. Diese Sicherheiten dienen dazu, das Risiko für den Kreditgeber zu reduzieren und die Kreditvergabe zu ermöglichen.
Die Sicherungszweckerklärung, auch als Zweckbestimmungserklärung bekannt, ist ein Dokument, das festlegt, wofür eine gestellte Sicherheit wie z.B. eine Grundschuld verwendet wird. Sie legt die genauen Bedingungen und den Umfang fest, unter denen die Sicherheit im Falle eines Zahlungsausfalls verwendet werden darf.
Sonderausgaben sind bestimmte Ausgaben, die steuerlich geltend gemacht werden können und somit die steuerpflichtigen Einkünfte reduzieren. Dazu zählen Ausgaben für die Altersvorsorge, Krankenversicherungsbeiträge und andere allgemeine Personenversicherungen, allerdings keine Sachversicherungen. Diese Ausgaben können direkt von den Gesamteinkünften abgezogen werden, um das zu versteuernde Einkommen zu senken.
Sondereigentum umfasst Teile einer Immobilie, die ausschließlich einem Eigentümer gehören, wie die Innenräume einer Wohnung. Es beinhaltet Elemente, die verändert werden können, ohne die Rechte anderer Miteigentümer zu berühren, und schließt Teile aus, die für die Struktur und Sicherheit des Gebäudes notwendig sind oder gemeinschaftlich genutzt werden.
Das Sondernutzungsrecht gestattet einem Eigentümer die exklusive Nutzung bestimmter Teile des Gemeinschaftseigentums, wie etwa eines Gartens oder eines Stellplatzes. Dieses Recht ist an das Sondereigentum des Eigentümers gebunden und kann nur zusammen mit diesem übertragen werden.
Eine Sonderumlage ist eine zusätzliche finanzielle Belastung für Eigentümer eines Mehrfamilienhauses, wenn größere Reparaturen notwendig sind und die vorhandene Rücklage nicht ausreicht. Diese Umlage wird in einer Eigentümerversammlung beschlossen.
Ein Souterrain ist ein Kellergeschoss, das ganz oder teilweise unter der Straßenhöhe liegt. Diese Geschosse werden oft für Wohn- oder Gewerberäume genutzt, obwohl sie sich unterhalb der üblichen Erdoberfläche befinden.
Die Spekulationsfrist definiert den Zeitraum, in dem der Gewinn aus dem Verkauf einer Kapitalanlageimmobilie einkommensteuerpflichtig ist. Bei Immobilien beträgt diese Frist zehn Jahre ab dem Kaufdatum. Verkäufe, die innerhalb dieser Zeit erfolgen, unterliegen der Einkommensteuer auf den erzielten Gewinn.
Ein Staffelmietvertrag ist ein Mietvertrag, bei dem von Anfang an festgelegt wird, wann und um wie viel sich die Miete erhöht. Solche Verträge sind für Wohn- und Gewerberäume üblich und schließen während der Staffelungsperiode zusätzliche Mieterhöhungen aus. Nach Ablauf der Staffelungsperiode sind Anpassungen an die ortsübliche Vergleichsmiete möglich. Staffelmieten sind von den üblichen Kappungsgrenzen ausgenommen.
Eine Steigleitung ist eine vertikal verlaufende Leitung in einem Gebäude, die für die Zufuhr von Gas, Strom oder Wasser sorgt und meist vom Hausanschluss ausgeht.
Bis 2005 beinhaltete die steuerliche Förderung des Eigenheims die Eigenheimzulage, Kinderzulage und Förderungen für ökologische Baumaßnahmen. Aktuell kann unter bestimmten Bedingungen eine Förderung über die Riester-Rente erfolgen.
Steuerliche Vergünstigungen für den Wohnungsbau umfassen Abschreibungen, Sonderausgaben und den Schuldzinsabzug, die dazu dienen, die finanzielle Belastung für Bauherren zu reduzieren.
Steuermodelle sind Finanzstrategien, die insbesondere beim Erwerb von Immobilien genutzt werden, um durch einen hohen Anteil an Werbungskosten Steuern zu sparen. Diese Modelle umfassen Bauherren-, Bauträger- und Erwerbermodelle und zielen darauf ab, steuerliche Vorteile zu maximieren. Allerdings haben viele dieser Modelle in der Vergangenheit die Erwartungen der Investoren nicht erfüllt, sei es durch die Nichtanerkennung der Werbungskosten durch die Finanzverwaltung oder durch ausbleibende Mieterträge und Wertsteigerungen. Investoren sollten daher nicht nur auf steuerliche Vorteile achten, sondern auch auf die tatsächliche Werthaltigkeit und Rentabilität der Immobilie.
Ein Stockwerk bezeichnet alle Räume, die sich auf einer Ebene oberhalb des Erdgeschosses eines Gebäudes befinden. In mehrstöckigen Gebäuden wird jedes Stockwerk üblicherweise als separate Wohneinheit oder Geschäftsbereich genutzt.
Das Wort ""Taxe"" ist ein Synonym für Schätzung. Es bezieht sich auf die Bewertung des Wertes einer Sache, meist im Kontext von Immobilien, durch einen Fachmann oder eine dafür qualifizierte Person.
Taxkosten, auch Schätzungsgebühren genannt, sind Kosten, die für die Bewertung einer Immobilie anfallen. Diese Gebühren werden für die Erstellung eines Wertgutachtens durch einen Sachverständigen berechnet.
Teileigentum bezieht sich auf das Sondereigentum an Räumen innerhalb eines Gebäudes, die nicht zu Wohnzwecken dienen, wie etwa Garagen oder Gewerberäume. Dieses Eigentum ist vom Wohnraum getrennt und hat oft unterschiedliche rechtliche und verwaltungstechnische Voraussetzungen.
Eine Teilungserklärung ist ein notarielles Dokument, das die rechtliche Aufteilung eines Mehrfamilienhauses in einzelne Eigentumswohnungen regelt. Sie legt die Besitzverhältnisse sowie die Rechte und Pflichten der Eigentümer fest. Dies erfolgt auf Basis einer Abgeschlossenheitsbescheinigung, die bestätigt, dass die Wohnungen räumlich voneinander getrennt sind. Durch die Teilungserklärung entstehen eigenständige Wohnungseigentumseinheiten, die jeweils ein separates Grundbuchblatt erhalten und somit rechtlich unabhängig voneinander gehandelt werden können.
Ein Teilvalutierungszuschlag ist eine Gebühr, die entsteht, wenn ein Darlehen auf Kundenwunsch in mehreren Teilen entsprechend dem Baufortschritt ausgezahlt wird. Dieser Zuschlag kompensiert die zusätzlichen administrativen Aufwände der Bank.
Tilgung bezeichnet den Prozess der Rückzahlung eines Darlehens. Sie erfolgt meist in regelmäßigen Raten, die sowohl Zinsen als auch einen Anteil zur Reduzierung des Hauptbetrags enthalten. Die Tilgung verringert die verbleibende Schuld über die Laufzeit des Kredits.
Eine Tilgungsaussetzung ist eine Vereinbarung mit der Bank, die regulären Tilgungszahlungen eines Darlehens vorübergehend auszusetzen. Während der Aussetzungsphase werden nur die Zinsen gezahlt. Die Tilgung wird dann meist mit der Auszahlung aus einem Bausparvertrag oder einer Lebensversicherung am Ende der Laufzeit in einer Summe geleistet. Dies kann steuerliche Vorteile bieten und wird oft als Möglichkeit in finanziellen Schwierigkeiten genutzt, um Liquidität zu erhalten.
Tilgungsfreijahre sind eine Vereinbarung mit einer Hypothekenbank, die Tilgung eines Darlehens erst nach einer anfänglichen Phase zu beginnen, in der nur Zinsen gezahlt werden. Dies kann in finanziell schwierigen Anfangsjahren helfen, die Belastung zu verringern.
Ein Tilgungsplan ist ein detailliertes Dokument, das den Rückzahlungsverlauf eines Darlehens darstellt, einschließlich Zinsen und Tilgungsbeträgen für jede Zahlungsperiode. Er zeigt, wie die Restschuld im Laufe der Zeit abnimmt. Der Plan hilft Kreditnehmern, die finanzielle Belastung und die steuerlichen Auswirkungen zu verstehen, da in der Anfangsphase eines Annuitätendarlehens der Zinsanteil überwiegt und steuerlich absetzbar ist, mit der Zeit jedoch abnimmt.
Die Tilgungsstreckung bezieht sich auf eine Darlehensstruktur, bei der zunächst ein Zusatzdarlehen getilgt wird, um das Disagio zu finanzieren, das bei der Darlehensauszahlung abgezogen wurde. Während dieses Zusatzdarlehens bleibt das Hauptdarlehen tilgungsfrei. Diese Methode verlängert die Gesamttilgungszeit des Hauptdarlehens.
Ein Titel ist ein dokumentiertes und durch eine Autorität bestätigtes Recht, wie zum Beispiel ein Gerichtsurteil. Dieses Recht ist vollstreckbar und rechtlich unanfechtbar, was bedeutet, dass es ohne weitere Prüfung durchgesetzt werden kann, z.B. durch einen Gerichtsvollzieher.
Ein Treuhandvertrag ist eine rechtliche Vereinbarung zwischen einem Treugeber und einem Treuhänder. Der Vertrag regelt die Rechte, Pflichten und die Bezahlung des Treuhänders. Der Treuhänder verwaltet oder hält Vermögenswerte gemäß den im Vertrag festgelegten Anweisungen und Bedingungen des Treugebers.
Eine Treuhandzahlung ist eine Geldüberweisung an einen vertrauenswürdigen Dritten, den Treuhänder, unter der Bedingung, dass das Geld nur unter bestimmten, vorab definierten Voraussetzungen verwendet wird. Häufig erfolgen solche Zahlungen auf ein Notaranderkonto, wobei der Notar das Geld erst freigibt, wenn alle vereinbarten Bedingungen erfüllt sind.
Ein Treuhänder verwaltet Vermögenswerte oder Gelder für eine andere Person gemäß spezifischen Anweisungen, oft um die korrekte und faire Abwicklung einer Transaktion zu gewährleisten. Beispielsweise kann ein Bauträger zur Sicherung der Mängelbeseitigung Geld auf einem Treuhandkonto hinterlegen, was dem Käufer Sicherheit bietet, dass die zugesagten Arbeiten durchgeführt werden.
Ein Treuhänderauftrag ist eine Anweisung an den Treuhänder, wie er mit den ihm anvertrauten Vermögenswerten umgehen soll. Im Immobilienbereich regelt dieser Auftrag oft die Bedingungen, unter denen der Kaufpreis, der über einen Notar verwaltet wird, an den Verkäufer ausgezahlt werden darf.
Der umbaute Raum bezeichnet das Volumen eines Gebäudes und wird zur Berechnung des Rauminhalts genutzt. Dieser Begriff wurde durch ""Brutto-Rauminhalt"" ersetzt, der in der DIN 277 genormt ist und präzisere Definitionen für die Berechnung des Gebäudevolumens bietet.
Bei den Nebenkostenabrechnungen einer WEG können bestimmte Kosten, wie Hausmeisterservice, Versicherungen, Grundsteuer und Strom, auf die Mieter umgelegt werden. Andere Kosten, wie die Instandhaltungsrücklage, Reparaturen und Verwaltergebühren, sind hingegen nicht umlagefähig. In älteren Mietverträgen können hiervon abweichende Regelungen bestehen.
Eine Umschuldung ist die Ablösung eines bestehenden Kredits durch ein neues Darlehen, oft zu günstigeren oder besser angepassten Konditionen. Dies kann vorkommen, wenn kurzfristige Bankkredite in langfristige Hypothekendarlehen umgewandelt werden sollen, oder wenn bestehende Kreditbedingungen auslaufen und der Kreditnehmer bessere Konditionen sucht oder die Bank wechseln möchte.
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist eine Erklärung des Finanzamtes, die bestätigt, dass steuerlich keine Hindernisse gegen die Abwicklung eines Kaufvertrags bestehen. Wichtig ist sie vor allem beim Immobilienkauf, denn ohne diese Bescheinigung, die oft voraussetzt, dass die Grunderwerbsteuer bezahlt wurde, kann der Käufer nicht als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden. Bis zur Eintragung haftet der Verkäufer weiterhin für bestimmte Kosten, die mit dem Kauf verbunden sind.
Ein Untermieter ist jemand, der eine Wohnung oder ein Zimmer mietet, das bereits von einer anderen Person, dem Hauptmieter, gemietet wurde. Die Untervermietung erfordert normalerweise die Zustimmung des Vermieters. Oft wird untervermietet, wenn der Hauptmieter zeitweise anderswo lebt oder wohnt.
Wenn jemand eine Immobilie kauft und sich der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirft, bedeutet dies, dass er bei Nichtzahlung des Kaufpreises der sofortigen Vollstreckung in sein gesamtes persönliches Vermögen zustimmt. Der Verkäufer kann dann ohne langwieriges Gerichtsverfahren und ohne erst einen vollstreckbaren Titel erwirken zu müssen, direkt die Zwangsvollstreckung einleiten.
Valutierung bezeichnet die Wertstellung von Buchungen auf einem Konto. Es ist das Datum, an dem Transaktionen wie Gutschriften oder Belastungen wirksam werden und ab wann Zinsen berechnet beginnen. Dies ist besonders wichtig für die genaue Nachverfolgung von Zahlungsströmen und Zinsberechnungen.
Ein variabler Zins ist ein Zinssatz, der sich je nach Marktlage verändert. Er ist nicht festgelegt und passt sich automatisch den Schwankungen am Finanzmarkt an. Variable Zinsen sind typisch für bestimmte Kreditarten, wie z.B. Gleitzinsdarlehen, bei denen der Zinssatz regelmäßig an die aktuellen Marktbedingungen angeglichen wird.
Eine Veranda ist ein überdachter, an ein Gebäude angebauter Vorbau, dessen Seiten entweder offen oder verglast sind. Verandas dienen oft als zusätzlicher Wohnraum, der den Übergang zwischen Innen- und Außenbereich schafft und Schutz vor den Elementen bietet, während sie gleichzeitig Licht und frische Luft hereinlassen.
Der Verbraucherpreisindex wird vom Statistischen Bundesamt ermittelt und misst die durchschnittliche Preisentwicklung von Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs in Deutschland. Der Index basiert auf einem Warenkorb, der typische Verbrauchsgüter wie Nahrungsmittel, Bekleidung und Mieten umfasst. Die Preisänderungen werden im Vergleich zu einem Basisjahr (aktuell 2010) analysiert. Der VPI ist ein wichtiger Indikator für Inflation und Kaufkraftveränderungen.
Eine Verbundfinanzierung, auch bekannt als Finanzierung aus einer Hand, kombiniert verschiedene Finanzierungsquellen oder -arten, um ein Projekt oder einen Kauf zu finanzieren. Dies kann den Zugang zu Mitteln vereinfachen und oft auch die Konditionen verbessern, da alles unter einem Dach gehandhabt wird.
Die Vergleichsmiete basiert auf den üblichen Entgelten für vergleichbaren Wohnraum hinsichtlich Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage. Sie wird ermittelt durch Analyse der Mietpreise, die üblicherweise in einer Region über die letzten vier Jahre gezahlt wurden, und wird oft in einem Mietpreisspiegel dargestellt. Die ortsübliche Vergleichsmiete dient als Maßstab für die Rechtmäßigkeit von Mieterhöhungen in nicht preisgebundenem Wohnraum.
Das Vergleichswertverfahren ist eine Methode zur Immobilienbewertung, die gemäß §§ 20 sowie 24-26 der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) durchgeführt wird. Dabei werden die Kaufpreise ähnlicher, kürzlich verkaufter Immobilien herangezogen, um den Wert des zu bewertenden Grundstücks zu schätzen. Abweichungen in den Merkmalen zwischen den Vergleichsobjekten und dem Bewertungsobjekt werden durch Zuschläge, Abschläge oder andere geeignete Methoden angepasst. Hierfür werden oft Indexreihen (§ 18 ImmoWertV) und Umrechnungskoeffizienten (§ 19 ImmoWertV) verwendet, um eine möglichst präzise Wertbestimmung zu erreichen.
Der Begriff ""Vergleichswohnungen"" wird häufig im Zusammenhang mit Mieterhöhungen verwendet. Ein Vermieter kann die Miete anhand von Vergleichsmieten oder durch den Vergleich mit ähnlichen Wohnungen (hinsichtlich Größe, Ausstattung und Lage) anheben. Für eine Mieterhöhung müssen mindestens drei Vergleichswohnungen herangezogen werden, die den genannten Kriterien entsprechen und den Mietpreisspiegel oder ähnliche Quellen reflektieren.
Der Verkehrswert, nach § 194 des Baugesetzbuchs definiert, entspricht dem Marktwert und wird durch den Preis bestimmt, der unter normalen Umständen im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zum Zeitpunkt der Bewertung erzielbar wäre. Dieser Wert berücksichtigt die rechtlichen und tatsächlichen Eigenschaften, die sonstige Beschaffenheit sowie die Lage des Grundstücks oder Objekts. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse werden bei der Ermittlung des Verkehrswerts nicht berücksichtigt. Der geschätzte Wert repräsentiert den Preis, der beim nächsten Verkauf unter normalen Bedingungen und unter Berücksichtigung aller wertbeeinflussenden Faktoren wahrscheinlich erzielt wird.
Ein Versammlungsprotokoll hält genau fest, was in einer Eigentümerversammlung passiert ist, einschließlich aller getroffenen Entscheidungen. Es enthält wichtige Details wie das Datum, den Ort, die Teilnehmer und die Ergebnisse der Abstimmungen. Für Immobilienkäufer ist ein Blick in die letzten Protokolle goldwert, um einen guten Überblick über die aktuelle Lage der Eigentümergemeinschaft zu bekommen.
In einem Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen werden die laufenden Kosten, wie etwa für die Straßenreinigung oder das Gemeinschaftslicht, meist nach dem Anteil des Eigentums verteilt. Änderungen in dieser Aufteilung benötigen normalerweise die Zustimmung aller Eigentümer, es sei denn, die Gemeinschaftsordnung sieht eine einfachere Regelung vor. Werden Regeln gebrochen, können Entscheidungen angefochten werden.
Der Verwaltungsbeirat ist ein Team aus Eigentümern, das die Arbeit des Verwalters überwacht und die Jahresabrechnung prüft. Dieses Gremium, bestehend aus einem Vorsitzenden und zwei Beisitzern, wird von den Eigentümern gewählt und spielt eine wichtige Rolle bei der Überwachung der Verwaltung.
Ein Vollstreckungstitel ist ein offizielles Dokument, das jemandem erlaubt, eine Forderung durchzusetzen, zum Beispiel die Zahlung einer Schuld. Es ist wie ein grünes Licht, rechtlich gegen jemanden vorzugehen, der nicht zahlt.
Wenn man einen Kredit früher zurückzahlt als vereinbart, kann das die Bank Geld kosten. Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Gebühr, die man zahlen muss, um die Bank für ihren Verlust zu entschädigen. Diese Gebühr hängt von verschiedenen Faktoren wie den Zinskonditionen und der restlichen Kreditlaufzeit ab.
Das Vorkaufsrecht gibt jemandem die Option, ein Grundstück zu kaufen, bevor es jemand anderes tut. Wenn das Grundstück verkauft wird, kann der Berechtigte es zu denselben Konditionen erwerben, die auch einem Dritten angeboten wurden. Dies hilft sicherzustellen, dass der Berechtigte nicht übergangen wird.
Eine Vorkaufsrecht-Verzichtserklärung ist ein Schriftstück, in dem ein Mieter erklärt, dass er kein Interesse daran hat, die gemietete Wohnung zu kaufen. Diese Erklärung wird benötigt, wenn der Mieter bereits zum Zeitpunkt der Umwandlung eines Mehrfamilienhauses in Eigentumswohnungen dort wohnte.
Ein Vorschaltdarlehen ist ein Darlehen mit einer kurzen Zinsbindungsfrist, meist bis zu zwei Jahren. Es wird oft verwendet, wenn die endgültigen Kosten eines Projekts, wie zum Beispiel eines Neubaus, noch nicht feststehen. Während dieser Zeit kann der Darlehensnehmer flexibel auf ein langfristiges Darlehen umsteigen.
Eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) besteht aus allen Eigentümern eines in Eigentumswohnungen aufgeteilten Mehrfamilienhauses. Sie verwalten gemeinsam das Eigentum und treffen Entscheidungen über die Bewirtschaftung und Instandhaltung der Immobilie.
Der WEG-Verwalter kümmert sich um das Gemeinschaftseigentum, indem er das Anwesen verwaltet, mit Dienstleistern kommuniziert, die jährliche Eigentümerversammlung organisiert, WEG-Konten führt und den Wirtschaftsplan sowie die Jahresabrechnung erstellt. Er vertritt die Eigentümergemeinschaft nach außen. WEG-Verwaltung vs. Mietverwaltung
Die WEG-Verwaltung befasst sich mit dem gemeinschaftlichen Eigentum aller Wohnungseigentümer, während die Mietverwaltung die Interessen einzelner Eigentümer gegenüber Mietern vertritt. Der WEG-Verwalter betreut das Gesamtgebäude, der Mietverwalter kümmert sich speziell um Belange innerhalb einzelner Wohnungen.
Werbungskosten sind Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkommen entstehen und von der Steuer absetzbar sind. Im Bereich der Vermietung und Verpachtung zählen dazu zum Beispiel Darlehenszinsen, Abschreibungen und Kosten für Renovierungen.
Die Wertermittlung einer Immobilie erfolgt, um ihren Verkehrs- und Beleihungswert zu bestimmen. Dafür kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, darunter das Sachwert-, Ertragswert- und Vergleichswertverfahren. Der endgültige Wert einer Immobilie wird oft aus einem Durchschnitt dieser Bewertungen errechnet.
Die Wertermittlungsgebühr sind die Kosten, die für die Bewertung des Wertes einer Immobilie anfallen, typischerweise durchgeführt von einem Sachverständigen.
Ein Wertgutachten, auch Verkehrswertgutachten genannt, schätzt den Marktwert einer Immobilie. Es wird häufig für rechtliche oder finanzielle Angelegenheiten wie Scheidungen, Erbschaften oder bei der Immobilienfinanzierung benötigt. Der Wert wird meist über das Sachwertverfahren, Vergleichswertverfahren oder Ertragswertverfahren ermittelt.
Wertminderung bezieht sich auf den verminderten Wert einer Immobilie, der durch Faktoren wie Baufehler, Überalterung oder schlechte Marktlage entstehen kann. Diese Aspekte werden im Rahmen eines Verkehrswertgutachtens berücksichtigt.
Wertsteigerung einer Immobilie kann durch Faktoren wie Inflation, Modernisierungen oder eine hohe Nachfrage bei geringem Angebot entstehen. Solche Steigerungen führen dazu, dass sowohl der Verkaufspreis als auch potenzielle Mieteinnahmen zunehmen können.
Der Wirtschaftsplan, erstellt vom WEG-Verwalter, dient zur Schätzung der jährlichen Betriebskosten und bestimmt die Hausgeldvorauszahlungen der Eigentümer. Nach Ende des Jahres werden die tatsächlichen Kosten mit den Vorauszahlungen abgeglichen, was zu Nachzahlungen oder Rückzahlungen führen kann.
Wohnen bedeutet, einen ständigen Aufenthaltsort zu haben, das eigene Heim.
Die Wohnfläche umfasst die Flächen aller Räume, die zum Wohnen bestimmt sind, ausgenommen sind Keller, Dachräume und nicht baurechtskonforme Räume. Die Wohnfläche ist entscheidend für Finanzierungspläne, Darlehensbewilligungen, die Wirtschaftlichkeit eines Bauvorhabens und die Berechnung der Mietpreise.
Die Wohnflächenberechnung wird von einem Architekten durchgeführt und basiert auf den Maßen der einzelnen Räume einer Wohnung. Sie legt fest, welche Flächen zur Wohnfläche gezählt werden und welche nicht.
Die Wohnflächenverordnung regelt, wie die Wohnfläche von Wohnungen zu berechnen ist. Früher nutzte man dafür oft die DIN 283 oder die II. Berechnungsverordnung. Im öffentlich geförderten Wohnungsbau ist die Anwendung der Wohnflächenverordnung verpflichtend, im frei finanzierten Wohnungsbau zwar nicht zwingend vorgeschrieben, aber üblich.
Wohngeld ist finanzielle Unterstützung für Mieter mit geringerem Einkommen, um ihre Wohnkosten zu decken. Es wird oft mit dem Hausgeld verwechselt, das jedoch die laufenden Betriebskosten in einer Wohneigentümergemeinschaft bezeichnet.
Eine Wohnung besteht aus einem oder mehreren Räumen innerhalb eines Gebäudes, die zusammen eine eigenständige Wohngelegenheit bilden, in der Menschen leben.
Wohnungseigentum bezieht sich auf das exklusive Eigentum an Wohnräumen innerhalb eines Gebäudes, das zusammen mit einem Anteil am Gemeinschaftseigentum, wie Flure oder das Dach, verbunden ist. Teileigentum bezieht sich auf nicht zu Wohnzwecken genutzte Räume.
Das Wohnungseigentumsgesetz regelt das Eigentum an einzelnen Wohnungen oder Gebäuden, das Teileigentum an nicht wohnwirtschaftlich genutzten Räumen und das Gemeinschaftseigentum an gemeinsamen Gebäuden oder Grundstücken.
Eine Wohnungseigentümerversammlung ist ein Treffen aller Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus, das mindestens jährlich stattfinden muss und vom WEG-Verwalter einberufen wird. Hier werden wichtige Entscheidungen über das gemeinsame Eigentum getroffen.
Das Wohnungsgrundbuch ist ein spezielles Grundbuch, das alle Informationen über Wohnungseigentum enthält. Es verzeichnet Details wie Eigentümer, Belastungen und Anteile am Gemeinschaftseigentum.
Ein Wohnungsübergabeprotokoll dokumentiert den Zustand einer Wohnung bei der Übergabe. Es ist wichtig, um spätere Streitigkeiten zwischen Vermieter und Mieter über eventuelle Schäden oder Mängel zu vermeiden. Das Protokoll sollte detailliert den Zustand jedes Raumes und der Ausstattung erfassen.
Eine Zahlungsaufforderung ist die formelle Aufforderung eines Notars an den Käufer, den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen. Diese Aufforderung erfolgt erst, wenn alle Bedingungen des Notarvertrags erfüllt sind. Verspätete Zahlungen können Verzugszinsen und Schadensersatzforderungen nach sich ziehen.
Ein Zeitmietvertrag ist ein Mietverhältnis, das von Anfang an zeitlich begrenzt ist und ein festes Enddatum hat. Solche Verträge sind sinnvoll, wenn der Vermieter plant, die Räumlichkeiten nach Ablauf der Mietzeit selbst zu nutzen oder umfassend zu renovieren. Falls die ursprünglichen Gründe für die Befristung wegfallen, kann der Mieter eine Umwandlung in ein unbefristetes Mietverhältnis beantragen, welches dann nur nach den gesetzlichen Regeln gekündigt werden kann.
Zinsen sind die Kosten, die für die Nutzung eines geliehenen Betrags (z.B. eines Darlehens) anfallen. Sie werden üblicherweise als Prozentsatz der geliehenen Summe berechnet.
Eine Zinsanpassung ist die Veränderung der Zinskonditionen eines Darlehens, oft in Reaktion auf veränderte Marktbedingungen.
Die Zinsfestschreibung ist der Zeitraum, in dem die Zinssätze eines Darlehens garantiert und unveränderlich bleiben. Diese Option bietet Planungssicherheit, da die finanzielle Belastung über den festgeschriebenen Zeitraum kalkulierbar bleibt. In Niedrigzinsphasen ist es ratsam, eine möglichst lange Zinsfestschreibung zu wählen, um von den günstigen Konditionen möglichst lang zu profitieren.
Ein Zinssatz ist der Prozentsatz, der auf ein Darlehen angewendet wird, um die Kosten für die Nutzung des geliehenen Geldes zu berechnen. Es gibt verschiedene Arten von Zinssätzen, wie den Nominalzins, der den angegebenen Zinssatz ohne zusätzliche Kosten darstellt, und den Effektivzins, der alle zusätzlichen Kosten mit einbezieht.
Das Zinsänderungsrisiko besteht darin, dass die Zinsen für ein Darlehen steigen können, besonders wenn sie nicht festgeschrieben sind. Dieses Risiko ist besonders relevant bei variablen oder Gleitzinsdarlehen.
Beim Zugewinnausgleich handelt es sich um den finanziellen Ausgleich zwischen Ehepartnern im Falle einer Scheidung, basierend auf der Wertsteigerung ihres Vermögens während der Ehe. Der Zugewinn ist die Differenz zwischen dem Anfangs- und Endvermögen eines jeden Partners, wobei derjenige mit dem höheren Zugewinn die Hälfte der Differenz an den anderen Partner auszahlen muss.
Eine Zusage in einem Darlehensvertrag ist die formelle Bestätigung der Bank, dass sie das Darlehen unter den vereinbarten Bedingungen bereitstellt.
Neben den Standardabsicherungen wie Hypotheken können Kreditgeber unter bestimmten Umständen zusätzliche Sicherheiten verlangen. Diese können Bürgschaften, Mitverpflichtungen von Verwandten, Abtretungen von Ansprüchen aus Lebensversicherungen oder Bausparverträgen, oder die Verpfändung von Vermögenswerten wie Bankguthaben oder Immobilien umfassen.
Eine Zwangsversteigerung ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren, bei dem unbewegliches Vermögen zur Begleichung von Schulden versteigert wird. Dieses Verfahren wird vom Amtsgericht durchgeführt und kann Immobilien, Wohnungseigentum oder andere grundstücksgleiche Rechte wie Erbbaurechte umfassen.
Die Zwangsvollstreckung ist der Prozess, bei dem ein Gerichtsvollzieher auf Basis eines vollstreckbaren Titels privatrechtliche Forderungen eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner durchsetzt.
Eine Zweckbestimmungserklärung ist eine Vereinbarung, die den Umfang der durch eine Grundschuld gesicherten Verbindlichkeiten festlegt. Sie definiert, für welchen spezifischen Zweck die Grundschuld verwendet wird.
Ein Zweifamilienhaus ist ein Gebäude, das zwei separate Wohneinheiten enthält. Diese Häuser werden oft von den Eigentümern selbst bewohnt und weniger häufig vermietet, im Gegensatz zu Mehrfamilienhäusern.
Eine Zwischenfinanzierung ist ein kurzfristiges Darlehen, das genutzt wird, um Finanzierungslücken zu überbrücken, bis langfristige Finanzmittel verfügbar sind. Sie ist nützlich bei Bauprojekten, um laufende Kosten wie Handwerkerrechnungen zu decken.